Helfer auf dem Weg zu russischem U-Boot
05.08.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Die russischen Matrosen in dem gesunkenen Mini-U-Boot vor der Halbinsel Kamtschatka müssen liegen, um Sauerstoff und Energie zu sparen. Es bestehe alle halbe Stunde Sprechkontakt zu ihnen.
Vier Schiffe der japanischen Seestreitkräfte nahmen ebenfalls Kurs auf die Unglücksstelle vor der Halbinsel Kamtschatka. Sie werden vermutlich erst am Montag oder Dienstag an der Unglücksstelle eintreffen, zitiert die Nachrichtenagentur AP einen Marinesprecher in Tokio.
Ein Flugzeug aus Großbritannien wird ebenfalls an der Unglücksstelle erwartet jedoch nicht vor dem morgigen Samstag.
Ursprünglich sollte ein zweites russisches U-Boot genauere Informationen über die Lage des verunglückten Fahrzeuges auf dem Meeresboden liefern. Es konnte aber nicht tief genug tauchen, wie Marinesprecher Dmitri Burmistrow in Moskau sagte.
Marinesprecher Digalo zufolge versuchen zwei Schiffe an der Meeresoberfläche, das U-Boot mit Hilfe von Netzen loszubekommen. Die Bemühungen dauern voraussichtlich bis in die Nacht. Die Behörden arbeiteten derzeit an einem Rettungsplan, so Digalo dem Fernsehsender NTW.
Das U-Boot mit sieben Besatzungsmitgliedern an Bord befindet sich nach Angaben der russischen Marine auf dem Grund in etwa 190 Meter Tiefe. Es hatte sich bei einer Übung in einem Schleppnetz verfangen. (nz)

