netzeitung.deHelfer auf dem Weg zu russischem U-Boot

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Grafik des russischen Senders NTV zur Lage des versunkenden U-Boots (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Grafik des russischen Senders NTV zur Lage des versunkenden U-Boots
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die russische Marine hat die USA und Japan um Hilfe bei der Bergung des vor Kamtschatka havarierten U-Boots gebeten. Ob die Rettungskräfte rechtzeitig eintreffen, ist fraglich.

Die US-Marine will der Besatzung des vor der Halbinsel Kamtschatka gesunkenen russischen Mini-U-Boots zu Hilfe kommen. Wie der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf das US-Militär meldet, hätten sich die USA entschlossen, ein Rettungsfahrzeug zu einer russischen Basis im Pazifik zu fliegen. Von dort soll es auf ein russisches Schiff gehoben und zur Unglücksstelle gebracht werden.

Immer noch gibt es Unklarheit darüber, wie lange der Sauerstoff an Bord reicht. Der russische Marinesprecher Igor Digalo sagte am Freitag Vormittag, dass es noch für 24 Stunden Luft gebe. Optimistischer äußerte sich der Kommandant der russischen Pazifikflotte, Admiral Viktor Fjodorow. Er sagte, die Atemluft in dem Tauchboot bis Montag reichen.

Die russischen Matrosen in dem gesunkenen Mini-U-Boot vor der Halbinsel Kamtschatka müssen liegen, um Sauerstoff und Energie zu sparen. Es bestehe alle halbe Stunde Sprechkontakt zu ihnen.

Vier Schiffe der japanischen Seestreitkräfte nahmen ebenfalls Kurs auf die Unglücksstelle vor der Halbinsel Kamtschatka. Sie werden vermutlich erst am Montag oder Dienstag an der Unglücksstelle eintreffen, zitiert die Nachrichtenagentur AP einen Marinesprecher in Tokio.

Ein Flugzeug aus Großbritannien wird ebenfalls an der Unglücksstelle erwartet – jedoch nicht vor dem morgigen Samstag.

Ursprünglich sollte ein zweites russisches U-Boot genauere Informationen über die Lage des verunglückten Fahrzeuges auf dem Meeresboden liefern. Es konnte aber nicht tief genug tauchen, wie Marinesprecher Dmitri Burmistrow in Moskau sagte.

Marinesprecher Digalo zufolge versuchen zwei Schiffe an der Meeresoberfläche, das U-Boot mit Hilfe von Netzen loszubekommen. Die Bemühungen dauern voraussichtlich bis in die Nacht. Die Behörden arbeiteten derzeit an einem Rettungsplan, so Digalo dem Fernsehsender NTW.

Das U-Boot mit sieben Besatzungsmitgliedern an Bord befindet sich nach Angaben der russischen Marine auf dem Grund in etwa 190 Meter Tiefe. Es hatte sich bei einer Übung in einem Schleppnetz verfangen. (nz)