25.07.2005
Herausgeber: netzeitung.de
UN-Sicherheitsrat
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Eine Einigung der G-4-Staaten mit der Afrikanischen Union über einen Reformvorschlag für den Sicherheitsrat scheint noch immer fern. Erneut scheiterten Verhandlungen.
Bei den Verhandlungen um einen Vorschlag zur Erweiterung des UN-Sicherheitsrats haben sich die so genannte Vierergruppe G4 und die Afrikanische Union (AU) am Montag wieder nicht geeinigt. Solange beide Seiten nicht auf einen gemeinsamen Resolutionsentwurf hinarbeiteten, werde die Reform des Gremiums nicht vorankommen, sagte der nigerianische Außenminister Oluyemi Adeniji nach dem Treffen in London.
Einen neuen Gesprächstermin gab Adeniji nicht bekannt. Strittig sind zwischen den G-4-Ländern Deutschland, Indien, Japan und Brasilien sowie der AU die Zahl möglicher Neumitglieder und ein Vetorecht für neue ständige Mitglieder: Die G-4-Staaten wollen eine Erweiterung um sechs ständige und vier rotierende Sitze, die Neulinge sollen dabei kein Vetorecht erhalten.
Die AU strebt dagegen die Neuaufnahme von sechs ständigen Mitgliedern mit Vetorecht und fünf nicht-ständigen Mitgliedern an. Insgesamt vier Sitze sollen dabei an afrikanische Staaten gehen. Derzeit hat der UN-Sicherheitsrat 15 Mitglieder, davon fünf ständige - die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich und China - mit Vetorecht. (nz)