netzeitung.deAnnan kritisiert Simbabwes Zerstörungspolitik

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UN-Generalsekretär Kofi Annan (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe UN-Generalsekretär Kofi Annan
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UN-Generalsekretär Kofi Annan hat sich besorgt über das Ausmaß der Zerstörung in Simbabwe gezeigt. Nach dem Abriss der Armenviertel sind hunderttausende Menschen obdachlos.

UN-Generalsekretär Kofi Annan hat sich zunehmend besorgt über die Zerstörung der Armenviertel in Simbabwe gezeigt. Simbabwes Präsident Robert Mugabe hatte der Polizei befohlen, illegale Armensiedlungen und inoffizielle Märkte am Rand der Städte niederzubrennen und zu zerstören. Menschenrechtsgruppen in Simbabwe schätzen, dass dadurch bis zu 1,5 Millionen Menschen ihre Lebensgrundlage verloren haben.

In den letzten zwei Wochen hatte sich Annans Sondergesandte Anna Tibaijuka ein Bild von den Auswirkungen der Zerstörung gemacht. Tibaijuka wird den Vereinten Nationen in den kommenden Tagen Bericht erstatten, dann wollen diese über ihre Reaktion entscheiden.

Mugabe verteidigt das Vorgehen als Strukturmaßnahme. Er wolle rund 280 Millionen Dollar für Neubauprojekte bereitstellen, kündigte er an. Mugabes Kritiker bezweifeln allerdings, dass sich Simbabwe solche Ausgaben angesichts einer Inflation von 144 Prozent überhaupt leisten kann. Sie sehen den Grund der Zerstörungspolitik darin, dass die Armensiedlungen Hochburgen der Opposition sind. (nz)