netzeitung.deG8-Demonstranten dem Haftrichter vorgeführt

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Parole gegen G8-Gipfel in Edinburgh (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Parole gegen G8-Gipfel in Edinburgh
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Am Montag haben zahlreiche Menschen in Edinburgh gegen den G8-Gipfel demonstriert. Etwa 100 Menschen waren festgenommen worden.

Die ersten der etwa 100 Demonstranten, die am Montag bei gewaltsamen Protesten gegen den G8-Gipfel in Edinburgh festgenommen worden waren, sind am Dienstag in der schottischen Hauptstadt dem Haftrichter vorgeführt worden. Sie wurden überwiegend des Landfriedensbruchs, des Widerstands gegen die Staatsgewalt und des Einsatzes von Waffen beschuldigt. Die meisten wurden bis zu einer späteren Verhandlung unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt. Einige Beschuldigte wurden zur Zahlung von Geldbußen verurteilt, einige wenige weiter in Haft behalten, bestätigte ein Justizsprecher.

Bob Geldof, der Initiator der Live-8-Konzerte vom vergangenen Samstag, kritisierte die Randalierer als Idioten, die man nicht gebrauchen könne, um die Verantwortlichen der führenden Industrienationen wach zu rütteln.

Im britischen Unterhaus in London sprach Schottland-Minister Alistair Darling von sinnloser Gewalt. Sie unterscheide sich deutlich von der ohne jeden Zwischenfall verlaufenen Demonstration mit 225.000 Teilnehmern am vorigen Samstag in Edinburgh, die zur Überwindung der Armut aufgerufen hatte.

Zum Schutz der Gipfelteilnehmer sind in dieser Woche nach amtlichen Angaben in Edinburgh, am Tagungsort Gleneagles und den umgebenden Gebieten insgesamt 10.600 Polizisten eingesetzt. Dies sei die größte Anzahl von Sicherheitskräften, die in Schottland jemals im Zusammenhang mit einem Ereignis aufgeboten wurden.