netzeitung.deIsraelische Autobahn mit Nägeln und Öl blockiert

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Gegner des Abzugs israelischer Siedler aus dem Gazastreifen haben eine Schnellstraße in Israel unpassierbar gemacht.

Aus Protest gegen den geplanten israelischen Abzug aus dem Gazastreifen haben Gegner eine Autobahn in Israel mit Nägeln und Öl vorübergehend unbefahrbar gemacht. Die Aktion im Berufsverkehr auf der Schnellstraße Jerusalem-Tel Aviv führte zu erheblichen Behinderungen. Es gab aber keine schweren Unfälle.

«Das war eine hässliche Tat, Öl und hunderte von 'Ninja'-Nägeln auf die Fahrbahn zu werfen», sagte der Chef der Verkehrspolizei, Reuven Edri, im israelischen Rundfunk. Die Straße wurde nach einer Stunde wieder für den Verkehr geöffnet. Der Minister für Innere Sicherheit, Gideon Esra, kündigte eine harte Reaktion der Sicherheitskräfte an. «Das hätte einen schrecklichen Unfall auslösen können», sagte er.

Die meisten jüdischen Siedlergruppen haben gewaltfreie Proteste gegen die für Mitte August anberaumte Räumung des Gazastreifens angekündigt. Eine extremistische Gruppe namens Nationale Heimat hatte für Mittwoch zu mehreren Straßenblockaden aufgerufen. Von der Aktion am Morgen distanzierte sie sich. «Das ist eine gefährliche Provokation, die Leben gefährdet und im Widerspruch zu unseren Prinzipien des gewaltfreien Widerstands steht», hieß es in einer Erklärung der Gruppe. (nz)