07.06.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Tony Blair und George W. Bush im Weißen Haus.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der britische Premier Blair drängt die Industriestaaten, ihre Hilfe für arme Länder deutlich aufzustocken. Einen Teilerfolg errang er bei seinem Treffen mit US-Präsident Bush.
Beim Besuch des britischen Premierministers Tony Blair hat die US-Regierung weitere Gelder in Höhe von 674 Millionen Dollar für Hungernde in Afrika zugesagt. Der angekündigte Betrag der USA, der für Äthiopien und Eritrea gedacht ist, sei nur ein kleiner Schritt für seine Initiative, sagte Blair vor Journalisten in der britischen Botschaft in Washington. US-Präsident George W. Bush betonte, sein Land werde sich verstärkt in Afrika engagieren, um dem Kontinent «auf die Beine zu helfen».
Der Regierungschef will erreichen, dass die Afrika-Hilfe auf dem G-8-Gipfeltreffen in Schottland im kommenden Monat um 25 Milliarden Dollar aufgestockt wird. Es gebe bereits Fortschritte, und er sei zuversichtlich, dass es auch eine Einigung geben werde, sagte Blair weiter. Ein Sprecher des Premiers erklärte jedoch, man erwarte keinen Durchbruch von den Gesprächen in Washington.
Bei einer gemeinsamen Presse-Konferenz mit Bush betonte Blair, Spenden seien nicht genug, um die Krisen auf dem Kontinent zu lösen. Ebenso wichtig seien ein Schuldenerlass und verbesserte Handelsbedingungen. Auch müssten die afrikanischen Staaten einen Beitrag leisten, indem sie sich um stabile Regierungen und die Bekämpfung der Korruption bemühten. (nz)