netzeitung.deCheney sieht sich von Amnesty beleidigt

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Hinter den Gittern von Guantanamo (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Hinter den Gittern von Guantanamo
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

US-Vizepräsident Cheney wehrt sich gegen die von Amnesty International erhobenen Vorwürfe zum Gefangenenlager Guantanamo. «Ich kann sie nicht ernst nehmen«, sagte er.

Nachdem vor wenigen Tagen schon das Weiße Haus die von Amnesty International (AI) erhobenen Vorwürfe gegen die Behandlung Gefangener im US-Lager Guantanamo auf Kuba zurückgewiesen hat, meldet sich nun US-Vizepräsident Dick Cheney persönlich zu Wort. «Ehrlich, ich fühle mich beleidigt», sagte er in der CNN-Sendung «Larry King Live», als ihn Moderator Larry King auf den Bericht der Menschenrechtsorganisation zur Situation im Gefangenenlager auf Kuba ansprach. Darin waren den USA schwere Verstöße vorgeworfen und die Schließung des Lagers gefordert worden, in dem so genannte feindliche Kämpfer teils seit Oktober 2002 festgehalten werden.

«Wenn Amnesty International irgendwie andeutet, dass die USA Menschenrechte verletzen, dann kann ich sie nicht ernst nehmen», sagte Cheney während seines TV-Auftritts und fügte hinzu, die Gefangenen würden «gut, menschlich und anständig behandelt».

Der Umgang mit den Häftlingen werden ebenso wie die Verhörmethoden der USA seit langem kritisiert. Für Aufsehen und heftige Proteste in der muslimischen Welt sorgten jüngst Berichte über Koranschändungen. Das Pentagon hatte sie zuerst als falsch bezeichnet. Später musste Sprecher Lawrence di Rita jedoch mehrere Fälle einräumen, in denen der Koran von amerikanischen Aufsehern oder Vernehmungsbeamten unsachgemäß behandelt worden war. (nz)