17. Apr 2005 22:52
Die gemäßigten Nationalisten haben die Wahl im spanischen Baskenland für sich entschieden. Die Mehrheit im Parlament fehlt ihnen aber.
Kandidaten mit Verbindungen zur Untergrundorganisation ETA fanden überraschend hohen Zuspruch. Hinzugewonnen hat auch die Sozialistische Partei des Madrider Ministerpräsidenten José Luis Rodriguez Zapatero. Als interessant wurde das Abschneiden der bislang fast unbekannten Kommunistischen Partei des Baskenlandes gewertet, die mit einem radikalen Unabhängigkeitsprogramm angetreten war. Sie gewann acht Sitze und übernahm Beobachtern zufolge damit die Stellung der Partei Batasuna. Diese hatte 2001 sieben Mandate errungen, wurde aber wegen des Vorwurfs der Nähe zur ETA inzwischen verboten. Batasuna hatte zur Wahl der Kommunistischen Partei aufgerufen.
Die Wahlbeteiligung lag eine Stunde vor Schließung der Wahllokale bei 66 Prozent - zwölf Prozentpunkte weniger als 2001. (nz)