15. Apr 2005 16:41
In Angola wollen viele an Marburg-Fieber Erkrankte nicht von ihren Familien getrennt werden. Die Seuche breitet sich weiter aus.
Eine Isolierstation in einer Klinik in der besonders betroffenen Provinz Uige stehe leer, teilte die WHO mit. «Die Menschen dort akzeptieren das Konzept der Isolierung nicht», sagte ein Sprecher. Isolierung der Patienten und der Schutz vor Übertragung sind aber laut WHO der Weg, den Ausbruch unter Kontrolle zu bringen. Nun versucht die Organisation Familienangehörige, die ihre Kranken nicht zur Isolierstation geben wollen, zu informieren, wie sie sich selbst vor Ansteckung schützen können.
Die Zahl der Erkrankten stieg unterdessen auf 235. 215 Erkrankte seien gestorben, so die WHO. Allein in Uige starben 194 Menschen.
Gegen die Ebola-ähnliche Krankheit gibt es keine Impfung und keine Medikamente.(nz)