Zwischen Vatikan und Klinik eine Chronologie
6. Februar: Der Papst zeigt sich am Klinikfenster und spricht einen kurzen Segen. Seine Stimme ist rau und schwach.
7. Februar: Italienische Zeitungen bezweifeln, dass der Papst am Vortag tatsächlich live gesprochen hat. Es ist von einer möglichen Kassettenaufnahme die Rede.
10. Februar: Der Papst verlässt das Krankenhaus. Tausende Menschen jubeln ihm zu, als er im «Papamobil» in den Vatikan zurückfährt.
13. Februar: Der Papst spricht von seiner Wohnung über dem Petersplatz kurze Segensworte. Das traditionelle Sonntagsgebet trägt ein Helfer vor.
24. Februar: Der Papst muss wieder ins Krankenhaus, der Vatikan spricht von einem Rückfall. Am Abend wird ein Luftröhrenschnitt vorgenommen. Johannes Paul wird eine Kanüle in den Hals gesetzt.
25. Februar: Vatikansprecher Navarro-Valls berichtet, der Papst habe nach seiner Operation zum Frühstück zehn Kekse und Joghurt gegessen.
27. Februar: Der Papst zeigt sich für Sekunden am geschlossenen Klinikfenster.
1. März: Kardinal Joseph Ratzinger besucht den Papst im Krankenhaus.«Er hat Deutsch und Italienisch gesprochen», berichtet Ratzinger.
13. März: Der Papst kehrt in den Vatikan zurück. Er spricht einige Worte «Liebe Brüder und Schwestern, danke für euren Besuch.» Es sind die bislang letzten öffentlichen Worte des Papstes. Er wirkt geschwächt und winkt stumm mit einem Palmzweig.
27. März: Der Papst versucht am Ostersonntag zu den Gläubigen zu sprechen. Es gelingt ihm nicht. Menschen auf dem Peterplatz brechen in Tränen aus.
30. März: Der Papst versucht erneut vergeblich zu den Gläubigen zu sprechen. Der Vatikan gibt offiziell die künstliche Ernährung des 84-Jährigen mittels einer Magensonde bekannt.
01. April: Der Vatikan bestätigt, dass der Zustand von Johannes Paul II. «sehr ernst» ist. In Folge einer Harnwegsinfektion habe der 84-jährige Kirchenführer einen Herz-Kreislauf-Kollaps und eine Blutvergiftung erlitten. Das Kirchenoberhaupt erhält die «Letzte Ölung». (nz)

