Boliviens Präsident bleibt im Amt
Ohne eine Einigung in diesen Fragen, so Galiando, sei es unmöglich für Mesa, Bolivien weiter zu regieren. Die Mehrheit der Parlamentarier sei übereingekommen, die entsprechenden Vereinbarungen «in Kürze» als Gesetze zu verabschieden.
Mesa hatte am Sonntag überraschend angekündigt, sein Amt niederlegen zu wollen. Das Land, so hatte er begründet, sei durch zahlreiche Straßenblockaden faktisch unregierbar geworden.
Mesa gelang es mit dem Manöver laut Einschätzung politischer Beobachter in La Paz, die eigene Position zu stärken und die Opposition um den Anführer der Koka-Bauern, Evo Morales, zu schwächen.
Morales, der zugleich Vorsitzender der wichtigsten Oppositionspartei MAS (Movimiento al Socialismo) ist, hatte Bolivien durch die Blockade von Fernstraßen faktisch lahm gelegt. Er forderte, dass die in Bolivien tätigen multinationalen Erdgas- und Ölkonzerne 50 Prozent ihrer Gewinne an den Staat abführen sollen. Mesa und das Parlament wollen jedoch nur 18 Prozent eintreiben. (nz)

