netzeitung.de«Falscher Knopf»: TV-Sender meldet Papst-Tod

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Papst am Fenster der römischen Gemelli-Klinik (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Papst am Fenster der römischen Gemelli-Klinik
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ein schwedischer TV-Sender hat den Tod des Papstes gemeldet. Doch Johannes Paul II. will am Sonntag erneut Gläubige segnen.

Für etwa fünf Stunden hat ein schwedischer TV-Sender berichtet, der Papst sei gestorben. Das bestätigte eine Sprecherin am Freitag der Stockholmer Zeitung «Aftonbladet».

Demnach war im Zusammenhang mit der schweren Erkrankung von Johannes Paul II. am Donnerstag auf die Internetseite «SVT 24» eine Todesnachricht gestellt worden. Laut der Sprecherin wurde Irrtum nach etwa fünf Stunden korrigiert. «Da hat leider jemand auf den falschen Knopf gedrückt», sagte sie.
Papst will sich erneut zeigen
Die katholischen Kirche Schweden mahnte angesichts der Falschmeldung zu größerer Sorgfalt. Zwar begingen alle mal Fehler. «Allerdings sollte man vor jeder Todesmeldung wohl besonders vorsichtig sein», hieß es.

Unterdessen kündigte der Vatikan an, der Papst wolle sich am Sonntag erneut zeigen und Gläubige segnen. Vatikansprecher Joaquín Navarro-Valls sagte, der 84-Jährige werde zwar nicht das traditionelle Mittagsgebet sprechen können, er werde aber die Gläubigen voraussichtlich mit der Hand segnen.
OP-Wunde heilt gut
Eine endgültige Entscheidung über den Auftritt des kranken Papstes werde aber erst am Samstag getroffen. Nach Angaben von Navarro-Valls machen die Atem- und Stimmübungen des Papstes gute Fortschritte.

Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete am Freitag zudem, der Papst habe eine weitere ruhige Nacht verbracht. Am Donnerstag hatte der Vatikan mitgeteilt, die Operationswunde am Hals heile gut.

Entlassung in zehn Tagen
Laut der römischen Tageszeitung «Il Messaggero» kann Johannes Paul II. voraussichtlich in zehn Tagen das Krankenhaus verlassen. Unter Berufung auf Ärzte der römischen Gemelli-Klinik schreibt das Blatt, die Gesundheit des Papstes bessere sich ständig. Die Ärzte wollten demnach den Papst «rund um den 15. März» entlassen. Der Heilige Vater habe «große Lust», wieder in den Vatikan zurückzukehren.

Inzwischen spekulierten Zeitungen weiter darüber, ob der Papst an den Osterfeierlichkeiten teilnehmen wird. Die Ärzte befürchten, dass sich der Papst während der Kar- und Osterwoche unvorsichtig verhalten und einen Rückschlag erleiden könnte.

Noch kein Beschluss sei über die Teilnahme des Papstes an den Feiern am Ostersonntag getroffen worden, hieß es. (nz)