24.02.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Irans Chefunterhändler Hassan Ruhani zu Besuch bei Frankreichs Präsident Jacques Chirac.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die iranische Regierung will die USA aus den Atomgesprächen mit der Europäischen Union heraushalten. Sie erteilte US-Präsident Bush damit eine Absage.
Iran hat sich ablehnend zur Ankündigung von US-Präsident George W. Bush geäußert, sich an den Verhandlungen um das iranische Atomprogramm beteiligen zu wollen. «Teheran sieht keinen Grund für eine Beteiligung Washingtons an den laufenden Atomgesprächen zwischen Iran und den drei großen europäischen Ländern», zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Irna am Donnerstag den Sprecher des Außenministeriums, Hamid-Resa Assefi.
Bush hatte am Montag in Brüssel erklärt, er arbeite bei den Verhandlungen eng mit Großbritannien, Frankreich und Deutschland zusammen. Die drei Länder wollen Iran überzeugen, im Tausch gegen Hilfe und Handelserleichterungen auf sein Atomprogramm zu verzichten. Washington wirft der islamischen Republik vor, heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten.
In Paris äußerte sich der iranische Chefunterhändler Hassan Ruhani optimistisch über Fortschritte bei den derzeit stockenden Verhandlungen mit der EU. Der Verhandlungsprozess habe eine «neue Dynamik» gewonnen, sagte Ruhani nach einem über einstündigen Gespräch mit Präsident Jacques Chirac in der französischen Hauptstadt. Ruhani, der am Freitag in Berlin erwartet wird, machte keine näheren Angaben über seine Unterredung. (nz)