netzeitung.deBush: USA und Europa müssen neue Ära beginnen

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Bush und seine Frau bei der Ankunft in Brüssel (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bush und seine Frau bei der Ankunft in Brüssel
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In Brüssel hat der US-Präsident die europäischen Verbündeten dazu aufgerufen, ihre Differenzen in der Irak-Politik beizulegen.

Am ersten Tag seines Besuchs in Europa hat der amerikanische Präsident George W. Bush in einer Grundsatzrede in Brüssel dazu aufgerufen, die transatlantischen Beziehungen auf eine neue Basis zu stellen.

Die Allianz zwischen den USA und ihren Verbündeten in Europa sei die «zentrale Säule unserer Sicherheit im neuen Jahrhundert», sagte Bush. Trotz mancher Meinungsverschiedenheit in der Vergangenheit stehe die Einheit der Allianz nicht in Frage.

Die Bündnispartner müssten eine gemeinsame Linie in der Irak-Politik finden, um einen Frieden im Nahen Osten zu garantieren, hieß es weiter. «Da die vergangenen Debatten verklingen und große Verpflichtungen deutlich werden - lasst uns eine neue Ära der transatlantischen Eintracht beginnen!»

Bush appellierte an die Staatengemeinschaft, dem Irak «spürbare politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Unterstützung zu geben».

Militärschlag gegen Iran eine «Option»
Dem Iran sprach der US-Präsident das Recht ab, Atomwaffen zu entwickeln. Er sagte, Iran dürfe keine Terroristen unterstützen und auch keine Nuklearwaffen entwickeln. Die USA, so Bush, behielten sich die Möglichhkeit auf einen militärischen Angriff vor. Gegenüber Iran könne auf Dauer keine Option vom Tisch genommen werden.

An Bord der Air Force One waren Bush und seine Frau Laura am Sonntagabend in der belgischen Hauptstadt angekommen. Das Präsidentenpaar wurde von dem belgischen Ministerpräsidenten Guy Verhofstadt und den drei US-Botschaftern für Belgien, die Europäische Union und die Nato in Empfang genommen. Bush wird auf der Reise auch von seiner neuen Außenministerin Condoleezza Rice begleitet.

Vor seiner Rede in Brüssel sprach der US-Präsident mit dem belgischen König Albert II. und Ministerpräsident Guy Verhofstadt. Am Abend ist ein festliches Diner mit dem französischen Staatschef Jacques Chirac geplant.

Hohe Sicherheitsvorkehrungen
Am Dienstag nimmt Bush an einem Gipfeltreffen der Nato und der EU teil. Zuvor steht eine Unterredung mit dem britischen Premier Tony Blair auf dem Programm. Am Mittwoch trifft Bush in Mainz Bundeskanzler Gerhard Schröder, bevor er am Donnerstag zu einem Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in die Slowakei reist.

Während der Bush-Reise gelten strikte Sicherheitsmaßnahmen. Allein in Brüssel sind 2500 Polizisten im Einsatz - 1000 mehr als sonst bei EU-Gipfeln. Bush-Gegner haben zu Demonstrationen aufgerufen. (nz)