netzeitung.dePutin: «Iran baut keine Atombombe»

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Wladimir Putin, Hassan Rohani (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Wladimir Putin, Hassan Rohani
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Russlands Präsident Wladimir Putin hat Vertrauen in die Nuklearpolitik Teherans und macht weiter Geschäfte mit den Mullahs. Im Gegensatz zu US-Präsident Bush sieht er keine Bedrohung durch eine iranische Atombombe.

Unterschiedliche Auffassungen zwischen Russland und den USA hinsichtlich des iranischen Atomprogramms: Während US-Präsident Bush Teheran beschuldigt, Atomwaffen zu entwickeln, zeigt sein russischer Kollege Wladimir Putin Vertrauen in die Nuklearpolitik Teherans. «Die jüngsten Schritte des Irans haben bestätigt, dass der Iran nicht die Absicht hat, Atomwaffen zu entwickeln», sagte Putin. Der Präsident war zuvor mit dem Vorsitzenden des iranischen Sicherheitsrats, Hassan Rowhanie, zusammengekommen. Russland wolle die Zusammenarbeit mit dem Iran bei Atomprojekten vertiefen, fügte Putin hinzu.

Putin begründete seine Einschätzung auch mit einem Abkommen zur Rücknahme abgebrannter atomarer Brennstoffe, das Russland und der Iran demnächst unterzeichnen würden. Damit sei sichergestellt, dass in dem mit russischer Hilfe gebauten Atomkraftwerk Buschehr anfallendes Plutonium nicht für den Bau von Atomwaffen abgezweigt werden könne. Buschehr soll im kommenden Jahr ans Netz gehen.

Seit Jahren beobachtet Washington die russischen Zulieferungen für das iranische Kernkraftwerk Buschehr mit Misstrauen. Im Moskauer Parlament hieß es, Washington bausche die Sorge um das iranische Atomprogramm auf, um Russland zu Zugeständnissen zu bewegen.

Ein ranghoher US-Diplomat in Moskau sagte, Russland sei mittlerweile auch daran interessiert, das Entstehen einer Atommacht Iran zu verhindern. Das Thema Iran soll beim Treffen von Putin und Bush am 24. Februar in Bratislava zur Sprache kommen, allerdings nach Angaben von US-Diplomaten nicht als Streitfall. (nz)