Rice: Iran unterstützt radikale Palästinenser
08. Feb 2005 11:10
 | Condoleezza Rice | Foto: (c)AP |
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US-Außenministerin Rice hat dem Iran vorgeworfen, den Terrorismus im Nahen Osten zu fördern. Eine EU-Delegation will in Genf die Gespräche über das umstrittene iranische Atomprogramm fortsetzen.
Während ihres Besuchs in Deutschland hat die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice den Iran beschuldigt, zur Destabilisierung des Nahen Ostens beizutragen.
«Die Iraner wünschen sich auf Grund ihrer Doktrin die Zerstörung Israels, und sie unterstützen die palästinensischen Widersacher und Terroristen», sagte Rice in einem Interview mit «Bild». Wie sich die iranische Regierung gegenüber der eigenen Bevölkerung und dem Ausland verhalte, sei ein Problem für die Staatengemeinschaft, so die Ministerin. Es gehe dabei schließlich um Atomwaffen.
Iran muss Verpflichtungen erfüllen
Zugleich müsse «der iranischen Unterstützung des Terrorismus» entgegengewirkt werden, forderte Rice. Iran sei «zunehmend aus dem Tritt geraten» und halte «nicht mehr Schritt mit den Reformen, die sich jetzt den Weg durch den Nahen Osten bahnen». Der Regierung in Teheran müsse klargemacht werden, dass das Land nur dann innerhalb der Völkergemeinschaft anerkannt werden könne, wenn es seinen internationalen Verpflichtungen nachkomme. Rice äußerte sich zuversichtlich, dass Deutschland die gleichen Ziele habe wie die USA.
EU-Gespräche über Atomprogramm
Delegationen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens wollen am heutigen Dienstag in Genf die Gespräche über das umstrittene iranische Atomprogramm fortsetzen. Der iranische Verhandlungsführer Hassan Rowhani versicherte vor den Beratungen, seine Regierung suche keine Spannungen mit den USA und sei an einer Beilegung des Streits interessiert. Zugleich betonte er aber, ein möglicher Militärschlag der Amerikaner könne das Programm nicht stoppen. Die Atomanlagen seien zu sehr über das ganze Land verteilt.Der Iran hatte im vergangenen November zugesichert, zunächst kein Uran mehr anzureichern. Die EU strebt aber eine dauerhafte Einstellung des Nuklearprogramms an. Vor allem die USA werfen dem Iran vor, er wolle sich in den Besitz von Atomwaffen bringen. (nz)