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Rumsfeld: Iran hat noch keine Atomwaffen

07. Feb 2005 08:41
Donald Rumsfeld
Der Iran ist nach Überzeugung von US-Verteidigungsminister Rumsfeld vermutlich noch Jahre davon entfernt, Atomwaffen bauen zu können. Zurückhaltend äußerte er sich über Geheimdienstberichte zum Atomprogramm Irans.

Thema: Atomstreit mit Iran
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld geht davon aus, dass der Iran noch keine Atomwaffen besitzt. Dem Fernsehsender CNN sagte er, das Land sei vermutlich noch Jahre davon entfernt, Atomwaffen bauen zu können. Aus den Äußerungen der Iraner sei «ziemlich sicher» herauszuhören, dass sie nach diesen Waffen streben, aber zur Zeit noch keine haben.

Auf die Frage, wie er die Genauigkeit der Geheimdienstinformationen über das Atomprogramm des Iran bewerte, sagte Rumsfeld, er gebe keine Schätzungen ab. Das sei Aufgabe der Geheimdienste. Aber nach dem, was ihm zugetragen worden sei, brauche der Iran noch Jahre, bis er Atomwaffen besitze. Er wisse jedoch nicht, fügte Rumsfelod hinzu, ob diese Schätzungen korrekt seien. Zugleich bekräftigte der Pentagon-Chef, dass die Vereinigten Staaten den Streit um das Nuklearprogramm auf diplomatischem Weg lösen wollten.

Terror-Förderer

US-Vizepräsident Dick Cheney sprach vom Iran als einer potenziellen Quelle von Instabilität in der Region. Das Land müsse der Welt beweisen, dass es nicht nach Atomwaffen strebe, sagte er im US-Sender «Fox News». Die USA hätten mit dem Land auch deshalb «größere Probleme», weil sie in den vergangenen Jahren einer der «größten staatlichen Terror-Förderer» gewesen warenh.

Ähnlich hatte sich vor kurzem US-Präsident George W. Bush geäußert, der auch einen Militärschlag gegen den Iran nicht ausgeschlossen hatte.

Cheney würdigte indessen die Versuche der Europäischen Union (EU), den Streit mit dem Iran friedlich zu lösen. Er sprach von gut gemeinten Bemühungen der Europäer, die von den USA unterstützt würden. Am Montag wollen die drei EU-Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien ihre Verhandlungen mit dem Iran fortsetzen. (nz)

 
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