netzeitung.deFortschritte bei der Behandlung von Aids

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Beim Kampf gegen Aids hat die Weltgesundheitsorganisation Erfolge zu verzeichnen. Jedoch sind auch weiterhin Geld und Spenden gefragt.

Die medizinische Versorgung von Aids-Kranken in den Entwicklungsländern konnte in den letzten Monaten deutliche Erfolge erzielen. Derzeit erhielten rund 700.000 HIV-Infizierte lebensverlängernde Medikamente, 260.000 mehr als noch vor einem halben Jahr, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf mit. Durch das verstärkte Engagement der Geberländern und von privaten Spenden konnte dieser Erfolg erreicht werden.

Etwa 5,8 Millionen Aids-Kranke in den Entwicklungs- und Schwellenländern brauchen die so genannte antiretrovirale Therapie. Das Ziel der WHO bis Ende 2005 mindestens drei Millionen Menschen mit Medikamenten zu versorgen, könne erreicht werden. Jedoch braucht die WHO eigenen Angaben zufolge zusätzlich zwei Milliarden Euro an Spenden, um weitere 2,3 Millionen Aids-Kranke zu behandeln.

Weitere Gelder werden benötigt
In Davos forderte das deutsche «Aktionsbündnis gegen Aids» die Teilnehmer des Weltwirtschaftsforum auf, ihre finanziellen Zusagen im Kampf gegen die Immunschwäche zu erhöhen. Das kirchliche Aktionsbündnis fordert von der Bundesregierung, mehr Geld für die Verteilung von Aids-Medikamenten zur Verfügung zu stellen. Vor allem das Engagement der Privatwirtschaft sei enttäuschend.

Während des Weltwirtschaftsforum in Davos treffen sich bis Sonntag Politiker und Spitzenmanager. In diesem Jahr steht der Kampf gegen Aids und Armut im Mittelpunkt der Gespräche. Die meisten der weltweit 40 Millionen Menschen, die mit dem HI-Virus infiziert sind, leben in den Entwicklungsländern.

Weltweiter Behandlungserfolg
Innerhalb von sechs Monaten stieg im südlichen Afrika, wo die Immunschwäche am stärksten verbreitet ist, die Zahl der versorgten Patienten von 150.000 auf 310.000, so die Weltgesundheitsorganisation. In Asien erhalten 100.000 Menschen die antiretroviralen Medikamente, doppelt so viel wie vor einem halben Jahr. In Lateinamerika werden 275.000 Infizierte mit den Medikamenten versorgt.(nz)