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Neue Flutwarnungen lösen Panik in Indien aus

30. Dez 2004 08:00, ergänzt 13:29
Küste Südindiens
Indische Behörden haben am Donnerstag vor einer weiteren Flutwelle gewarnt. Tausende Menschen im Süden des Landes sind auf der Flucht.

Die indischen Bundesstaaten Tamil Nadu und Kerala haben neue Warnungen vor einer Flutwelle ausgegeben. Die Bewohner der Küstenregion wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Nach Angaben des indischen Innenministeriums gilt der Flutwellen-Alarm zunächst bis zum Samstag.

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Auf den Andamanen und Nikobaren wurde ein Ansteigen des Meeresspiegels beobachtet. Auf der Inselgruppe war am Donnerstag ein Nachbeben mit der Stärke 5,2 auf der Richter-Skala registriert worden. Erschütterungen wurden auch aus Thailand und Birma gemeldet.

Die Warnung vor einer weiteren Flutwelle löste Panik in der Bevölkerung aus. Eine Reporterin des Nachrichtensenders NDTV berichtete am Donnerstag von «unglaublicher und vollständiger Panik» auf den Straßen von Port Blair, der Hauptstadt der Andamanen und Nikobaren.

Auf dem indischen Festland wurden Küstenabschnitte evakuiert und Straßen gesperrt. Tausende Einwohner flohen aus der bei der jüngsten Flutwelle verwüsteten Stadt Nagappattinam. Die Polizei untersagte Rettungskräften und hunderten Fahrern von Hilfstransporten die Stadt zu betreten.

Rettungsarbeiten behindert

Auch in Sri Lanka wurden Küstenbewohner aufgefordert, sich in höher gelegene Gebiete zu begeben. Aus Angst kletterten Menschen auf die Dächer ihrer Häuser, andere flohen mit dem Auto oder Motorrad von der Küste. Durch das Chaos wurden die Rettungsarbeiten behindert.

Auch in Thailand heulten die Sirenen. In Khao Lak rannten hunderte Menschen weg von den Küsten.(nz)

 
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