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Über 55.000 Todesopfer in Südasien befürchtet

28. Dez 2004 06:59, ergänzt 13:50
Massengrab in Sri Lanka
Die Zahl der Erdbebenopfer in Südasien steigt stündlich an. Allein in Indonesien geht die Regierung von bis zu 25.000 Toten aus. Tausende Menschen in den Katastrophengebieten werden noch vermisst.

Thema: Seebeben in Südasien
Das ganze Ausmaß der Flutkatastrophe in Südasien ist immer noch nicht absehbar. Behörden und internationale Helfer in den betroffenen Ländern rechnen damit, dass mehr als 55.000 Menschen ums Leben gekommen sind.

Der indonesische Vizepräsident Jusuf Kalla ging am Montagabend davon aus, dass es allein in seinem Land bis zu 25.000 Opfer gibt.

Zuvor hatte das Internationale Rote Kreuz von 23.700 registrierten Toten gesprochen. Kalla war nach Sumatra gereist, um die Rettungsarbeiten zu leiten. Bislang hat die Regierung in Jakarta 5000 Opfer bestätigt, die meisten von ihnen in der Provinz Aceh im Norden Sumatras.

Seuchengefahr

Nach tausenden Menschen in der Katastrophenregion wird noch gesucht. In den am schwersten betroffenen Ländern Sri Lanka und Indonesien wurden jeweils eine Million Menschen obdachlos. Hilfsorganisationen warnten vor dem Ausbruch von Seuchen wie Malaria und Cholera.

In der tropischen Hitze setzt der Verwesungsprozess rasch ein. Viele Tote konnten aber bisher nicht bestattet werden, weil weite Landstriche noch überschwemmt sind.

Vier deutsche Opfer identifiziert

In Sri Lanka werden nach offiziellen Angaben Massenbegräbnisse vorbereitet. Die Behörden korrigierten die Opferzahlen am Dienstag dramatisch nach oben. 18.500 Menschen starben demnach. In Indien starben nach Medienberichten rund 13.000 Menschen. Die Zahl der Toten in Thailand soll bei 2000 liegen.

Wie das Außenministerium in Colombo mitteilte, wurden bisher die Leichen von vier Deutschen, acht Japanern und vier Indern identifiziert. 16 weitere tote Ausländer befänden sich in der Leichenhalle der Hauptstadt. Nach offizieller Darstellung wurden 70 Touristen in Sri Lanka getötet, Presseberichte gehen aber von bis zu 200 toten Urlaubern aus. (nz)

 
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