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US-Behörden versuchten vor Flutwelle zu warnen

27. Dez 2004 20:29
Ein Warnversuch des Pazifik-Tsunami-Warnzentrums vor der riesigen Flutwelle blieb vergeblich. Die US-Behörden konnten nicht die richtigen Ansprechpartner erreichen.

Offenbar haben US-Behörden versucht, die südasiatische Region vor der drohenden Flutwellte, die zehntausende Menschen getötet hat, zu warnen. Das berichtet ein indischer Radiosender unter Berufung auf das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum in den USA. Der Warnversuch sei gescheitert, weil es kein offizielles Alarmsystem in der Region gegeben habe, hieß es in dem Bericht.

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Kurz nachdem ihre Maschinen das schwere Beben im Indischen Ozean angezeigt hätten, sei von den Mitarbeitern des Warnzentrums Kontakt zu mehreren amerikanischen Botschaften und zum US-Außenministerium aufgenommen worden. Man habe aber nicht die zuständigen Behörden in den verschiedenen Ländern erreichen können.

Die indische Regierung kündigte an, ein Tsunami-Warnsystem zu errichten. Alleine in Indien starben in Folge der verheerenden Flutwelle mindestens 6900 Menschen.

Das Erdbeben im Indischen Ozean war so stark, dass Auswirkungen am Montag sogar an der weit entfernten Küste des US-Bundesstaates Kalifornien am Pazifik zu spüren waren. In San Diego habe das Tsunami-Warnzentrum ein um 22 Zentimeter höheren Wellengang als üblich gemessen.

Das Zentrum wertet Daten über seismologische Entwicklungen im Meer aus, die unter anderem mit Hilfe von Sensoren gesammelt werden, und warnt gegebenenfalls vor Flutwellengefahr. 26 Staaten haben sich diesem Netz angeschlossen. Die Länder im im Indischen Ozean betroffenen Länder verfügen nicht über ein derartiges Warnsystem. (nz)

 
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