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UN-Experten befürchten noch weit mehr
Tote durch die Flutkatastrophe

27. Dez 2004 19:05
Flut-Opfer in Indonesien
Die Uno rechnet mit weit mehr als den bisher bekannten 24.000 Toten in den von der verheerenden Flutkatastrophe betroffenen Ländern. Die Folgeschäden seien noch gar nicht absehbar.

Thema: Seebeben in Südasien
Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass das Seebeben und die anschließende verheerende Flutkatastrophe in Südasien viel mehr Menschen getötet hat als bisher bekannt. Man müsse damit rechnen, dass viele der tausenden Vermissten tot sind, sagte der UN-Untergeneralsekretär für humanitäre Hilfe, Jan Egeland, am Montag in New York. Die offizielle Zahl der Toten in den von der Überschwemmungskatastrophe betroffenen Ländern lag am Montagabend bei 24.000.

Egeland sagte weiter, dass Millionen von Menschen von den mittel- und langfristigen Folgeschäden des Seebebens betroffen seien. Das ganze Ausmaß des menschlichen Leids und der Zerstörungen sei dabei noch gar nicht absehbar.

Die Nothelfer-Teams der UN seien noch gar nicht in viele Regionen der am schwersten betroffenen Ländern vorgedrungen. Man könne aber schon jetzt sagen, dass die die Trinkwasser-Versorgung von mehreren Millionen Menschen nicht mehr gewährleistet sei. Daraus folge, dass man mit einem riesigen Anstieg von lebensgefährlichen Erkrankungen rechnen muss.

Egeland sagte in der Pressekonferenz in New York über das Seebeben, es sei zwar nicht das schwerste, aber zweifellos das folgenschwerste in der Geschichte der Menschheit gewesen. «Ein Grund dafür ist, dass einige der betroffenen Gebiete heute zu den am dichtesten besiedelten der Erde gehören.» Die Kosten für die Nothilfe und die Wiederherstellung normaler Lebensverhältnisse würden alles übersteigen, was bislang an internationaler Katastrophenhilfe geleistet wurde. «Wir müssen mit vielen Milliarden von Dollar rechnen.» Die UN forderten alle Staaten, die zur Hilfe in der Lage sind, großzügig finanzielle Mittel und Hilfsgüter bereitzustellen. (nz)

 
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