Netzeitung Logo
 
Aktuelles  »  Politik  »  Ausland
DruckenVersenden
 

China unterstützt deutsche Bemühungen um ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat

07. Dez 2004 10:50
Einig: Kanzler Schröder und Chinas Präsident Hu
Der Kanzler hat sich mit seinen Freundlichkeiten gegenüber China einiger Kritik ausgesetzt. Nun wird er dafür belohnt.

Der chinesische Präsident Hu Jintao hat Bundeskanzler Gerhard Schröder Unterstützung für die deutschen UN-Ambitionen zugesagt. Hu habe deutlich gemacht, dass er «eine größere Verantwortung, also eine Bewerbung Deutschlands» für einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat von China begrüßen würde, sagte Schröder am Dienstag nach einem Gespräch mit dem chinesischen Präsidenten in Peking.

Zuvor hatte Schröder einige Empörung damit ausgelöst, dass er die Aufhebung des EU-Waffenembargos gegen China gefordert hatte.

Grüne und FDP für Beibehaltung des Embargos

Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth sagte, sie teile die Auffassung des chinesischen Ministerpräsidenten überhaupt nicht, wonach das Embargo ein Produkt des Kalten Krieges sei: «Es ist vielmehr eine Reaktion auf die blutige Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989.»

FDP-Chef Guido Westerwelle sprach von einem Bruch in der Menschenrechtspolitik der Bundesrepublik.

Mehr in der Netzeitung:
Roth sagte im Bayerischen Rundfunk, eine Aufhebung des EU-Waffenembargos sei nur bei einer verbesserten Menschenrechtslage in China gerechtfertigt. Bedenken wegen der Menschenrechtslage hätten nicht nur die Grünen und große Teile der SPD, sondern auch die skandinavischen Länder und Großbritannien.

Aber selbst wenn das EU-Waffenembargo aufgehoben wäre, könnten nach Auffassung Roths aus der Bundesrepublik keine Waffen nach China geliefert werden. Denn bei den Rüstungsexportrichtlinien sei die Menschenrechtslage «ein ganz entscheidender Punkt».

Waffen dürften gegenüber Ländern, die Menschenrechte verletzten, keine normale Handelsware werden, meint FDP-CVhef Guido Westerwelle. «Dem Bundeskanzler fehlt in der Außenpolitik ein Wertekompass», sagte er der «Berliner Zeitung».

Schröder hatte auf seiner China Reise in Peking zur Aufhebung des Embargos gesagt, er hoffe auf «ein wichtiges Signal in diese Richtung» bereits beim EU-China-Gipfel am kommenden Mittwoch. Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao erklärte nach seinem Treffen mit Schröder, er gehe von einer Entscheidung noch in diesem Jahr aus. In EU-Kreisen wird damit jedoch nicht gerechnet. (nz)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
Anschlagsserie mit Dutzenden Toten: 
13-Jährige sprengt sich im Irak in die Luft
Nach dem Tod von acht Zivilisten: 
Syrien kritisiert «Aggression» der US-Armee
 
Krümmungswinkel egal: 
Freiheit für die EU-Gurke
Nach Ende des Kaukasus-Kriegs: 
EU will Russland nicht mehr ausgrenzen
 
Koalition einigt sich bei Online-Durchsuchung: 
BKA-Trojaner erhält Verfallsdatum
Trauerfeier zu Afghanistan-Soldaten: 
Jung würdigt Verdienste «gefallener Soldaten»
 
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.