netzeitung.deArafat leidet nicht an Blutkrebs

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Der schlechte Gesundheitszustand von Palästinenserpräsident Arafat ist nicht auf Leukämie zurückzuführen. Dafür gibt es Probleme mit den Verdauungsfunktionen.

Der erkrankte Palästinenserpräsident Jassir Arafat leidet nicht wie befürchtet an Blutkrebs. Das ergaben die ersten Ergebnisse der Untersuchungen in einem Pariser Krankenhaus, wie die Gesandte der Autonomiebehörde in Frankreich, Leila Schahid, am Dienstagabend mitteilte. «Die ersten Analysen haben es ermöglicht, die Hypothese der Leukämie auszuschließen», sagte Schahid.

Arafats Ärzte hatten zuvor Veränderungen im Blutbild des 75-Jährigen festgestellt und Leukämie neben einer Blutvergiftung oder einer Virusinfektion als mögliche Ursache genannt. Laut Schahid wurde der Befund im Einverständnis mit dem Hospital veröffentlicht, «um allen Spekulationen über den Gesundheitszustand von Herrn Arafat ein Ende zu machen». Die Untersuchungen hätten aber auf Probleme mit den Verdauungsfunktionen hingedeutet. Weitere Ergebnisse werden für Mittwoch erwartet.

Der Zustand Arafats, der seit Freitag in einem Militärkrankenhaus bei Paris untersucht wird, habe sich in den vergangenen 24 Stunden stabilisiert, erklärte Schahid weiter. Deswegen seien weitere medizinische Untersuchungen möglich. «Arafat konnte sich mit seinen Ärzten, mit seinen Verwandten, mit Kollegen und Staatschefs besprechen», sagte die Gesandte. Der Palästinenserpräsident liegt seit Freitag im Percy-Krankenhaus in der Pariser Vorstadt Clamart. Er war von seinem Amtssitz in Ramallah nach Frankreich ausgeflogen worden, nachdem sich sein Gesundheitszustand dramatisch verschlechtert hatte. (nz)