24. Okt 2004 15:00, ergänzt 19:19
In Afghanistan hat Amtsinhaber Karsai die Präsidentschaftswahl vor zwei Wochen für sich entschieden. Sein größter Konkurrent kündigte an, dass Ergebnis anzuerkennen.
Kanuni erklärte am Sonntag, er werde im Interesse des Landes und zur Verhinderung einer nationalen Krise das Ergebnis anerkennen. Allerdings müsse das ausländische Expertengremium zur Untersuchung etwaigen Wahlbetrugs öffentlich einräumen, dass es Unregelmäßigkeiten gegeben habe. «Wir wollen, dass der Betrug offen gelegt wird», erklärte Kanunis Sprecher Sijed Hamid Nuri. Ein Expertengremium prüft derzeit noch Vorwürfe des Wahlbetrugs. Erst nach Abschluss dieser Untersuchung und der Auszählung aller Stimmen wird der Wahlsieger verkündet. Dies könnte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP noch eine Woche dauern. (nz)