Bush: «Lukaschenko ist ein Diktator»
21.10.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Zum ersten Mal nannte Bush den weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko einen «Diktator».
Nach dem Protokoll streichen die USA sämtliche Hilfen für Weißrussland mit Ausnahme der humanitären Hilfe. Außerdem werden die Vertreter der USA aufgefordert, in internationalen Wirtschaftsorganisationen gegen die Unterstützung Weißrusslands zu stimmen.
Die USA fordern die Freilassung aller politischer Häftlinge und Neuwahlen.
Außenminister Joschka Fischer sagte in Berlin, »sowohl die Vorbereitung als auch die Durchführung der Wahlen selbst haben den Ansprüchen an freie und faire Wahlen, zu denen sich auch Belarus als Mitglied der OSZE bekannt hat, nicht entsprochen. Gleiches gilt für das durchgeführte Referendum«. Die Bundesegierung werde gemeinsam mit den EU-Partnern und der OSZE «über geeignete Maßnahmen diskutieren», die «einen Beitrag zur Stärkung der Zivislgesellschaft sowie zum Respekt von Menschenrechten und rechtsstaatlichen Prinzipien leisten können».
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Nolte sagte, CDU und CSU unterstützten die Gründung eines Auslandssenders, der «frei und neutral über und für Belarus berichten, sowie über die Werte und Funktionen der EU informieren soll», um auf diese Weise das Meinungsmonopol der weißrussischen Medien zu brechen. (nz)

