Lukaschenko gewinnt Abstimmung in Weißrussland
Mit der Verfassungsänderung wird die Beschränkung auf zwei Amtszeiten für den Präsidenten aufgehoben. Damit kann der autoritär regierende Präsident Alexander Lukaschenko für eine dritte Amtszeit kandidieren.
Das unabhängige Gallup-Institut, das selbst versuchte, Wähler zu befragen, teilte mit, nur 48,4 Prozent hätten für die Verfassungsänderung gestimmt - damit wäre das Referendum gescheitert.
Gewählt wurde auch ein neues Parlament.
Die staatliche Wahlkommission erklärte am Montagmorgen, 77 Prozent der Wähler hätten sich für die Verfassungsänderung ausgesprochen, die Wahlbeteiligung habe 90 Prozent betragen.
Die EU und die USA hatten eine faire Wahl von vornherein angezweifelt. Der niederländische Abgeordnete Jan Marinus Wiersma warnte, sollte die Wahl abermals nicht fair und frei sein, werde dies die Beziehungen Weißrusslands zur Europäischen Union belasten. Lukaschenko wies am Sonntag die Anschuldigungen zurück: «Kümmert euch um eure eigenen Probleme und löst diese», sagte er bei der Stimmabgabe. (nz)

