netzeitung.deAnschlag nahe Berlusconis Villa vereitelt

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Nahe der Villa, in der Berlusconi den britischen Premierminister Blair getroffen hat, ist ein Sprengsatz entdeckt worden. Zu der Tat bekannten sich Linksextremisten.

Italienische Sicherheitskräfte haben eine Bombe entschärft, die in der Nacht zu Mittwoch unweit der Villa von Ministerpräsident Silvio Berlusconi in Portorotondo auf Sardinien gefunden wurde. Wenige Stunden zuvor hatte Berlusconi in dem Anwesen mit seinen britischen Kollegen Tony Blair beraten.

Wie italienische Zeitungen berichten, wurde der mit einem Fernzünder versehene Sprengsatz kurz vor der Explosion entschärft.

Zuvor hatte die linksextremistische Gruppe «Proletarische Zellen für den Kommunismus» (NPC) in einem Anruf bei der Tageszeitung «L' Unione Sarda» mitgeteilt, dass sie zwei Bomben deponiert habe. Der Anrufer gab an, dass sich eine der Bomben etwa einen Kilometer von Berlusconis Villa entfernt in einem Müllcontainer befand, berichtet der «Corriere della Sera».

Die Gegend wurde daraufhin weiträumig angesperrt. In dem Ort halten sich zurzeit etwa 30.000 Touristen auf. Nach dem zweiten Sprengsatz wurde gesucht. Ein Passant habe auf einem Motorroller an einer Straße in Portorotondo ein verdächtiges Paket entdeckt, hieß es. Über den Inhalt ist aber bislang nichts bekannt.

Ende Juli hatte die NPC ein Manifest an «L' Unione Sarda» geschickt, in der ein «heißer Sommer» mit Anschlägen angekündigt wurde. Der Aufforderung, den Text zu veröffentlichen, war die Zeitung nicht nachgekommen. (nz)