netzeitung.deSudans Präsident verspricht Ende des Konflikts

 Herausgeber: netzeitung.de

Kofi Annan (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Kofi Annan
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Präsident Sudans, Bashir, hat UN-Generalsekretär Annan versprochen, den Konflikt in der Region beenden zu helfen. Zuvor hatte Annan sudanesische Flüchtlinge in einem Lager in Tschad getroffen.

UN-Generalsekretär Kofi Annan hat am Freitag das afrikanische Tschad besucht. Um auf das Leid in der Krisenregion aufmerksam zu machen, sah er sich das Flüchtlingslager Iridimi an. Tschad liegt an der Grenze zum Sudan.

In Iridimi traf Annan Vertreter der Flüchtlinge aus der sudanesischen Provinz Darfur. Hier, etwa 70 Kilometer westlich der Grenze zu Sudan, leben rund 15.000 Menschen. Zehntausende sollen in dem jüngsten Konflikt in Darfur nach Angaben von Hilfsorganisationen bereits gestorben sein. Mehr als einen Million Menschen seien auf der Flucht, hieß es.
Sudanesischer Präsident stimmt zu
Annan kommentierte die Krise als Zustand, der an eine ethnische Säuberung grenze. Nach dem Besuch in Tschad traf er den sudanesischen Präsidenten Omar al Baschir in Khartum, um ihn zu konkreten Schritten drängen, die Gewalt zu beenden. Der stimmte laut der Nachrichtenagentur AP am Abend zu, «alle Hindernisse zu beseitigen», die dem Ende der Krise in Darfur im Wege seien. Annan hatte zuvor gefordert: «Die Gewalttaten müssen ein Ende nehmen.» Die Janjaweed-Milizen müssten gestoppt werden.

Annan war bereits am Mittwoch in Sudan eingetroffen. Menschenrechtler haben arabische Milizen - zum Teil mit Unterstützung der sudanesischen Regierungstruppen - für Angriffe auf nichtarabische Dörfer sowie Vertreibungen in Darfur verantwortlich gemacht.

Nach UN-Angaben haben sich mehr als 170.000 Menschen über die Grenze nach Tschad geflüchtet. (nz)