netzeitung.dePapst fordert von Bush eigenständigen Irak

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Bush und Johannes Paul II. (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bush und Johannes Paul II.
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Bei dem Besuch von US-Präsident Bush hat der Papst eine rasche Übergabe der Macht an die Iraker gefordert. Im Kampf gegen den Terrorismus müsse man sich auf menschliche Werte zurückbesinnen. Thema: D-Day-Gedenken Strenge Sicherheitsmaßnahmen bei Bush-Besuch in Rom Proteste gegen Bush-Besuch in Rom Kritik an Schröders D-Day-Programm Bush-Gegner wollen U-Bahn in Rom blockieren

Papst Johannes Paul II. hat am Freitag US- Präsident George W. Bush und seine Frau Laura zu einer Audienz im Vatikan empfangen. Bei der anschließenden Pressekonferenz richtete das katholische Kirchenoberhaupt Segenswünsche an das amerikanische Volk.

Johannes Paul II., der mehrfach gegen den Irak-Krieg Position bezogen hat, vermied während des Besuchs von Bush direkte Kritik an dem Besatzungsregime. Er forderte den Präsidenten allerdings dazu auf, dass mit Hilfe der Vereinten Nationen so rasch wie möglich die Souveränität im Irak wiedergestellt werden müsse.

Der Papst sprach auch auf die Gefahren durch den internationalen Terrorismus an. Bei dessen Bekämpfung müsse man sich auf «menschliche Werte zurückbesinnen». Den 11. September 2001 bezeichnete er als «dunklen Tag in der Geschichte der Menschheit».

US-Freiheitsmedaille für den Papst
Das Kirchenoberhaupt rief die USA und Europa zudem zu einer intensiveren Zusammenarbeit auf. Diese könne dazu beitragen, die großen Probleme der Menschen in der Welt zu lösen und zum Frieden zu gelangen.

Bush und der Papst hatten sich zuvor 15 Minuten lang unter vier Augen unterhalten. Danach wurde auch die Gattin des Präsidenten zu dem Kirchenoberhaupt vorgelassen. Bush übergab dem Papst wegen seines Einsatzes für den Frieden die Freiheitsmedaille des US-Kongresses. Es war die erste Begegnung des US-Präsidenten mit dem Papst seit Beginn des Irak-Kriegs. (nz)