Papst fordert von Bush eigenständigen Irak
Johannes Paul II., der mehrfach gegen den Irak-Krieg Position bezogen hat, vermied während des Besuchs von Bush direkte Kritik an dem Besatzungsregime. Er forderte den Präsidenten allerdings dazu auf, dass mit Hilfe der Vereinten Nationen so rasch wie möglich die Souveränität im Irak wiedergestellt werden müsse.
Der Papst sprach auch auf die Gefahren durch den internationalen Terrorismus an. Bei dessen Bekämpfung müsse man sich auf «menschliche Werte zurückbesinnen». Den 11. September 2001 bezeichnete er als «dunklen Tag in der Geschichte der Menschheit».
Bush und der Papst hatten sich zuvor 15 Minuten lang unter vier Augen unterhalten. Danach wurde auch die Gattin des Präsidenten zu dem Kirchenoberhaupt vorgelassen. Bush übergab dem Papst wegen seines Einsatzes für den Frieden die Freiheitsmedaille des US-Kongresses. Es war die erste Begegnung des US-Präsidenten mit dem Papst seit Beginn des Irak-Kriegs. (nz)

