29.04.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Am 1. Mai treten zehn osteuropäische Staaten der EU bei, die Teilung des Kontinents wird endgültig Vergangenheit. In den 25 EU-Staaten wird das ganze Wochenende lang gefeiert.
Grund zum Feiern haben vor allem die zehn neuen osteuropäischen EU-Staaten. Die irische Ratspräsidentschaft hat sich trotzdem entschieden, alle Staats- und Regierungschefs ganz in den Westen einzuladen: Am 1. Mai findet in Dublin die zentrale EU-Beitrittsfeier statt.
Schon vorher wird in der Nacht vor dem historischen Beitrittsdatum an vielen Orten der EU gefeiert. Am Dreiländereck zwischen Polen, Tschechien und Deutschland gibt es ab Freitag Veranstaltungen, am Samstag treffen sich die Regierungschefs Polens, Tschechiens und Deutschlands, überschreiten auf einer Pontonbrücke den Grenzfluss Neiße und feiertn anschließend in Zittau bevor sie nach Dublin fliegen.
In Frankfurt an der Oder und der polnischen Schwesterstadt Slubice wird die EU-Erweiterung zwei Tage lang gefeiert. Um Mitternacht werden Bundesaußenminister Joschka Fischer und sein polnischer Kollege Wlodzimierz Cimoszewicz erwartet, dazu singt ein Chor auf der Brücke über die Oder die Europa-Hymne. Insgesamt gibt es in ganz Deutschland mehr als 600 Feste und Veranstaltungen.
Gala aller TV-AnstaltenDie europäischen Fernsehanstalten übertragen am 30. April einen großen Gala-Abend. Übertragen wird aus Berlin, Warschau und Malta. Höhepunkt des Fernsehabends ist ein Feuerwerk im Hafen von Malta zur Musik von Pink Floyd. Das Konzert wird in den meisten EU Länder zu sehen sein.
Auch in den zehn neuen Ländern wird ausgiebig gefeiert. So wird etwa in der slowenischen Hafenstadt Koper wird anlässlich der Erweiterung ein Omelette aus 2004 Eiern gekocht. Ein Stück kostet 200 Tolar, umgerechnet rund einen Euro. In Litauen sollen alle Bürger des Landes am Vorabend des Beitritts für fünf Minuten alle verfügbaren Lichter einschalten. So soll ein US-Wettersatellit Bilder vom strahlenden Litauen an TV-Stationen in aller Welt übertragen.