netzeitung.deVerstärkte Sicherheit nach Madrid-Anschlägen

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Erhöhte Wachsamkeit und mehr Sicherheitspersonal: Die Behörden in Europa und USA sind nach den Terroranschlägen von Madrid sensibilisiert. Thema: Anschläge von Madrid Union fordert Einsatz der Bundeswehr im Innern Keine Pause in Spaniens Fußball-Ligen Aznar verspricht Ermittlungen in «alle Richtungen» Bahnhof Atocha in Madrid erneut evakuiert

Einen Tag nach den Terroranschlägen von Madrid hat der britische Premierminister Tony Blair zu höchster Wachsamkeit aufgerufen. Alle wichtigen Staaten der Welt seien gleichermaßen bedroht, sagte Blair am Freitag in Manchester: «Wir müssen absolut wachsam sein angesichts der Bedrohung.» Die Anschläge beträfen nicht nur Spanien, «sondern die gesamte freie Welt.»

In Polen wurden am Freitag die Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen, Bahnhöfen und der Grenze verstärkt. Das teilte Ministerpräsident Leszek Miller mit. Auch Frankreich meldete, die Sicherheitsvorkehrungen würden verschärft.

Terroralarm in den USA
In Deutschland wurden in Bayern an Bahnhöfen und spanischen Einrichtungen die Kontrollen verstärkt. Eine entsprechende Anweisung sei am Vormittag an die Polizeipräsidien ergangen, sagte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums. Bundesweit wurden die Sicherheitsmaßnahmen nicht verschärft.

In New York wurden die U-Bahnen und Pendlerzügen verstärkt kontrolliert. Die Bahngesellschaft Amtrak wollte elektronische Kontrollen an Brücken und Tunneln intensivieren. Der nationale Terroralarm für die USA soll aber bei «gelb» bleiben, hieß es.

Bush sichert Spanien Hilfe zu
Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg kündigte an, dass im öffentlichen Nahverkehr und an wichtigen Verkehrsknotenpunkten der Stadt die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt werden sollten. Außerdem würden Experten der örtlichen Verkehrsbehörden nach Madrid entsandt, um für das New Yorker Verkehrsnetz nützliche Informationen zu sammeln.

US-Präsident George W. Bush sicherte indes der spanischen Regierung seine Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus zu. Er legte als Ausdruck seiner Solidarität einen Kranz an der Residenz des spanischen Botschafters in Washington nieder. Am Rande der Zeremonie würdigte er «die sehr entschlossene Position» der spanischen Regierung gegen terroristische Gruppierungen wie etwa die Eta. (nz)