05. Jan 2004 15:57
Eine Bürgerrechtsorganisation in den USA hat im Internet ein Video gezeigt, auf dem sich US-Präsident Bush in Hitler verwandelt. Die Republikaner nannten den Spot abscheulich.
Die Republikanische Partei kritisierte den Spot als «schlimmste und abscheulichste Form politischer Hassrede». Der Vorsitzende der Republikaner, Ed Gillespie, wandte sich überdies an die demokratischen Präsidentschaftskandidaten. Sie sollten den Spot ebenfalls verurteilen, verlangte er.Harsche Kritik kommt auch von jüdischen Organisationen. Hitler auf eine solche Weise zu gebrauchen, sei «grotesk und skandalös», sagte der Vorsitzende der Konferenz der Präsidenten Großer Amerikanisch-Jüdischer Organisationen, James Tisch.
Der Spot von «MoveOn.org» war als Teil eines Wettbewerbs im Internet publiziert worden. Insgesamt nahmen 1500 Beiträge daran teil. Sie sollten «die Wahrheit über George Bushs Politik» darstellen. Mit Ablauf der Einsendefrist am 31. Dezember wurden die Beiträge aus dem Internet genommen. In der Jury des Wettbewerbs sitzen Prominente wie Moby, Jessica Lange und Gus Van Sant. Auch der Bush-Kritiker und Buchautor Michael Moore entscheidet bis zum 12. Januar mit, welcher Clip am Monatsende schließlich im US-Fernsehen gezeigt werden soll - kurz vor Bushs Rede zur Lage der Nation.
Nach Ansicht von Michael Cornfield, Politik-Professor an der George Washington University, ist «MoveOn.org» die «größte politische Aktionsplattform des Landes». «Das ist die christliche Koalition der Linken», sagte er dem US-Sender CNN. (nz)