netzeitung.deInternet-Spot verwandelt Bush in Hitler

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Bush-Kritiker Michael Moore begutachtet den umstrittenen und weitere Spots, die Teil eines Wettbewerbs sind (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bush-Kritiker Michael Moore begutachtet den umstrittenen und weitere Spots, die Teil eines Wettbewerbs sind
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Eine Bürgerrechtsorganisation in den USA hat im Internet ein Video gezeigt, auf dem sich US-Präsident Bush in Hitler verwandelt. Die Republikaner nannten den Spot abscheulich.

Eine liberale Bürgerrechtsorganisation hat in einem Internet-Spot US-Präsident George W. Bush mit Adolf Hitler gleichgesetzt. Die Gruppe «MoveOn.Org» zeigte auf ihrer Web-Seite ein 30-Sekunden-Video, in dem sich ein Porträt Bushs in das Bild Hitlers verwandelt.

Die Republikanische Partei kritisierte den Spot als «schlimmste und abscheulichste Form politischer Hassrede». Der Vorsitzende der Republikaner, Ed Gillespie, wandte sich überdies an die demokratischen Präsidentschaftskandidaten. Sie sollten den Spot ebenfalls verurteilen, verlangte er.

Harsche Kritik kommt auch von jüdischen Organisationen. Hitler auf eine solche Weise zu gebrauchen, sei «grotesk und skandalös», sagte der Vorsitzende der Konferenz der Präsidenten Großer Amerikanisch-Jüdischer Organisationen, James Tisch.

Prominent besetzte Jury
Der Spot von «MoveOn.org» war als Teil eines Wettbewerbs im Internet publiziert worden. Insgesamt nahmen 1500 Beiträge daran teil. Sie sollten «die Wahrheit über George Bushs Politik» darstellen. Mit Ablauf der Einsendefrist am 31. Dezember wurden die Beiträge aus dem Internet genommen.

In der Jury des Wettbewerbs sitzen Prominente wie Moby, Jessica Lange und Gus Van Sant. Auch der Bush-Kritiker und Buchautor Michael Moore entscheidet bis zum 12. Januar mit, welcher Clip am Monatsende schließlich im US-Fernsehen gezeigt werden soll - kurz vor Bushs Rede zur Lage der Nation.

Nach Ansicht von Michael Cornfield, Politik-Professor an der George Washington University, ist «MoveOn.org» die «größte politische Aktionsplattform des Landes». «Das ist die christliche Koalition der Linken», sagte er dem US-Sender CNN. (nz)