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Alternative Nobelpreise vergeben

08. Dez 2003 21:25
In Stockholm sind die Alternativen Nobelpreise vergeben worden. Die Auszeichnung ging in diesem Jahr auf die Philippinen, nach Südkorea und nach Ägypten.

Im schwedischen Parlament in Stockholm sind die diesjährigen Alternativen Nobelpreisträger geehrt worden. Ausgezeichnet wurden zwei philippinische Menschenrechtsaktivisten, eine südkoreanische Bürgerrechtsbewegung und eine ägyptische Unternehmensvereinigung. Einen Ehrenpreis erhielt der frühere neuseeländische Ministerpräsident David Lange.

Mehr in der Netzeitung:
Die beiden Philippiner, Walden Bello und Nicanor Perlas, wurden für ihre Bemühungen, die Menschen über die Auswirkungen der Globalisierung aufzuklären, ausgezeichnet. Ihre Überlegungen stellten eine theoretische und praktische Grundlage für eine Weltordnung dar, von der alle Menschen profitierten, wie die Alternative Nobelpreisstiftung erklärte. Die Bürgerkoalition für Wirtschaftliche Gerechtigkeit aus Südkorea erhielt den Preis für ihre Bemühungen um eine Aussöhnung mit Nordkorea. Die Unternehmensvereinigung Sekem habe dagegen ein Geschäftsmodell für das 21. Jahrhundert entworfen, das kommerziellen Erfolg mit sozialer und kultureller Entwicklung verbinde, erklärte die Stiftung. Und der neuseeländische Exregierungschef Lange, der einen Ehrenpreis erhielt, wurde für sein Engagement gegen Atomwaffen gewürdigt.

Steuerstreit mit Schweden

Mehr im Internet:
Langes Preis ist nicht dotiert, während die vier anderen Preisträger der so genannten Right Livelihood Awards sich zwei Millionen Kronen (rund 220.000 Euro) teilen. Die Auszeichnungen wurden im schwedischen Parlament überreicht, traditionell zwei Tage vor der Nobelpreis-Zeremonie.

Überschattet wurde die Verleihung von einem Steuerstreit mit den schwedischen Behörden. Die Zeremonie müsse womöglich ins Ausland verlegt werden, sagte der Gründer der Alternativen Nobelpreisstiftung, Jakob von Üxkull. Grund sei die Ankündigung der schwedischen Behörden, der Stiftung auch in Zukunft Steuervorteile zu gewähren. Von Üxkulls Stiftung ist seit ihrer Gründung 1980 von der Steuer befreit. (nz)

 
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