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Spanien schließt Grenze zu Gibraltar

03. Nov 2003 10:22, ergänzt 13:04
Das Kreuzfahrtschiff Aurora
Aus Furcht vor einem Magen-Darm-Virus hat Spanien seine Grenze zu Gibraltar geschlossen. Dort liegt ein Schiff vor Anker, auf dem viele Passagiere erkrankt sind.

Spanien hat seine Grenze zu der britischen Kolonie Gibraltar am Montagmorgen für Fahrzeuge und Fußgänger geschlossen. Ein Sprecher des Innenministeriums in Madrid begründete dies am Montag mit akuter Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung.

In Gibraltar war zuvor ein Kreuzfahrtschiff vor Anker gegangen, auf dem bislang mehr als 400 Passagiere erkrankt sind. Sie haben sich mit dem Norwalk-Virus infiziert, das schwere Magen- und Darmbeschwerden auslöst.

Wann die Sperrung wieder aufgehoben werden soll, ist bislang unklar. Nach spanischen Angaben steht nicht fest, in welchem Zustand sich die Kranken befinden.

Protest aus Gibraltar

Ein Sprecher der Regierung Gibraltars verurteilte die Maßnahme als «undemokratisch».

Das Schiff «Aurora», auf dem sich etwa 1800 britische Touristen und 800 Crewmitglieder befinden, hatte seit der vergangenen Woche einen Hafen gesucht. Mehrere Städte, darunter auch das griechische Piräus, wiesen das Schiff wegen der Epidemie an Bord ab.

In Gibraltar dürfen nur diejenigen an Land gehen, die keine Symptome der Krankheit zeigen. Nach Angaben des Schiffseigentümer P&O Princess sind zurzeit nur noch etwa 50 Menschen krank.

Das hoch ansteckende Norwalk-Virus wird durch Nahrungsmittel und Kontakte mit Infizierten übertragen. (nz)

 
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