netzeitung.deChiles Präsident will Demokratie stärken

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Einige Menschen gedachten mit Portraits des früheren chilenischen Präsidenten Allende (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Einige Menschen gedachten mit Portraits des früheren chilenischen Präsidenten Allende
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Mit einer Feierstunde hat Chile des sozialistischen Präsidenten Allende gedacht, der beim Putsch Pinochets vor 30 Jahren gestürzt wurde. Präsident Lagos versprach, die Demokratie im Land zu stärken.

Anlässlich des 30. Jahrestages des Putsches in Chile hat Präsident Ricardo Lagos am Donnerstag zu einer Gesellschaft «ohne Hass und Teilung» aufgerufen. General Augusto Pinochet hatte sich am 11. September 1973 an die Macht geputscht und das lateinamerikanische Land in eine 16-jährige Militärdiktatur gestürzt.

Lagos kündigte an, die Demokratie in Chile zu stärken und die noch immer bestehenden Teilungen in der Gesellschaft zu überbrücken. «Eine solche Zukunft zu bauen ist unsere Pflicht und unser Auftrag», sagte Lagos in einer Rede vor mehreren hundert Regierungsmitarbeitern.

Tausende Polizisten im Einsatz
Die rechtsgerichtete Unabhängige Demokratische Union, die vor allem aus Anhängern Pinochets besteht, machte die Politik des damaligen sozialistischen Präsidenten Salvador Allende für den Putsch verantwortlich, die eine politische und wirtschaftliche Krise des Landes gefördert habe.

Rund 30.000 Polizisten waren landesweit im Einsatz, um gewalttätige Auseinandersetzungen zu verhindern, die den Jahrestag bisher begleiteten. Es kam jedoch nicht zu größeren Ausschreitungen.

Einem offiziellen Bericht zufolge kamen während Pinochets Diktatur 3.200 Menschen ums Leben oder verschwanden spurlos. Die Angaben von Menschenrechtsorganisationen liegen jedoch deutlich höher. (nz)