netzeitung.deSchwarzenegger scheut die Konfrontation

 Herausgeber: netzeitung.de

Fernsehspot von Arnie (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Fernsehspot von Arnie
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Arnold Schwarzenegger will nur an einer einzigen Fernsehdebatte mit seinen Widersachern teilnehmen. Kritiker meinen, er sei zu schlecht vorbereitet, um sich ihnen zu stellen.

Arnold Schwarzenegger hat keine Ahnung, wie die Finanzkrise des Staates Kalifornien zu lösen wäre und will die Rechte von Immigranten verschlechtern, obwohl er selbst einer ist – so lauten die Vorwürfe, die Schwarzeneggers Konkurrenten im Wahlkampf um den kalifornischen Gouverneursposten zurzeit gegen ihn erheben. Schwarzenegger schweigt dazu.

Der sonst so präsente und medienerfahrene Star ist zurzeit auffällig still, wie amerikanische Medien beobachtet haben. Am Wochenende sei er mehreren Talkshows ferngeblieben, die seine Widersacher eifrig genutzt hätten. Am Montag dann erklärten seine Wahlkampfmanager, dass er nicht an dem für Mittwoch angesetzten ersten Medienduell teilnehmen werde.

Lediglich an einer solchen Debatte werde er sich beteiligen, sagte Schwarzenegger gegenüber CNN. Er freue sich darauf, sie werde «fantastisch». Die von der Organisation kalifornischer Fernsehsender ausgerichtete Veranstaltung ist jedoch erst in der dritten Septemberwoche.

«Debatten sind gut für ihn»
Eine Debatte werde wohl nicht reichen, um die Wahl zu gewinnen, zitierte CNN den republikanischen Gegenkandidaten Peter Ueberroth. Der forderte Schwarzenegger auf, sich am Mittwoch seinen Gegnern zu stellen, schließlich sei das nicht nur gut für ihn, sondern auch für die Wähler und für die Demokratie.

Bei der Veranstaltung am Mittwoch werden fast alle Kandidaten teilnehmen, denen zumindest eine vage Chance auf den Sieg zugerechnet wird. Neben Ueberroth und dem aussichtsreichsten Kandidat, Vizegouverneur Cruz Bustamante, sind das der Republikaner Tom McClintock, die unabhängige Kandidatin Arianna Huffington und Peter Camejo für die Grünen.

Schlecht vorbereitet
Bustamente sagte, Schwarzenegger sei bisher «nicht sehr konkret bei seinen Vorschlägen gewesen, aber ich bin sicher, dass er irgendwann entscheidet, dass er eines Tages damit auftauchen muss».

Einige sind inzwischen überzeugt, das Schwarzenegger zurzeit Debatten scheut, da er schlecht vorbereitet ist und keine ausgearbeiteten Pläne besitzt. CNN zitiert den Vorsitzenden der Kalifornischen Demokraten Art Torres mit den Worten: «Jedes Mal, wenn er etwas gefragt wird, nutzt er den alten Reagan-Trick – 'Oh, ich kann sie nicht hören' oder 'Oh, ich kenne sie nicht' oder 'Ich kann mich nicht erinnern'». Das werde ihm wohl bald auf die Füße fallen. (nz)