Tote bei Schießerei im Rathaus von New York
23. Jul 2003 20:54, ergänzt 23:33
Im Rathaus von New York hat sich eine Schießerei ereignet. Dabei wurden ein Stadtrat sowie der Täter getötet.
Ein bewaffneter Mann hat am Mittwoch von einem Balkon des New Yorker Rathauses aus um sich geschossen. Der Schütze gab etwa ein Dutzend Schüsse ab. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP. Zwei Menschen seien getötet worden.Bei einem der Opfer handelt es sich um ein Mitglied des Stadtrates, wie aus Kreisen der Stadtverwaltung verlautete. Bei dem anderen Todesopfer handelt es sich um den Täter. Ein ranghoher Polizeibeamter bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht des US-Fersnehsenders CNN. Der Schütze sei entweder von einem Sicherheitsbeamten oder von einem Bodyguard erschossen worden, hieß es.
Nach Angaben eines Polizeibeamten wurden außerdem zwei Polizisten verletzt.
Bürgmeister Bloomberg blieb unverletzt
Der Zwischenfall ereignete sich kurz nach 14.00 Uhr Ortszeit (20.00 Uhr MESZ). Bürgermeister Michael Bloomberg befand sich zum Zeitpunkt der Schießerei in seinem Büro in der ersten Etage des Rathauses. Er sei unverletzt, teilte sein Sprecher Edward Skyler mit. Der Schütze befand sich den Angaben zufolge im zweiten Stock des Gebäudes. Dort habe er sich zusammen mit etwa 100 anderen Personen auf einem Balkon im Sitzungssaal des New Yorker Stadtrates aufgehalten, der dort gerade tagte. Augenzeugen berichteten, dass der Täter eine Waffe gezogen und vom Balkon aus auf einen anderen Mann gefeuert habe. Die Schießerei soll etwa drei Minuten gedauert haben. Der Täter habe flüchten können, hieß es weiter.
Bloomberg: Es ist kein Anschlag
Bloomberg sprach von einem Angriff auf die Demokratie. «Es ist kein Terroranschlag. Es scheint eine willkürliche Gewalttat zu sein. Aber wir können so etwas nicht dulden», sagte er. Die Polizei riegelte nach der Tat die Zugänge zum Rathaus ab. Unter den Menschen im Sitzungssaal brach nach Angaben von Augenzeugen Panik aus. Die Stadträte hätten unter den Tischen Deckung gesucht. Zwei Personen seien mit Schusswunden ins Universitätskrankenhaus gebracht, hieß es.
Besonders nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurden die Sicherheitsvorkehrungen im New Yorker Rathaus verstärkt. Unter anderem wurden Metalldetektoren installiert. (nz)