Italien wirft Schulz neue Provokation vor
Im italienischen Kabinett säßen keine «Rassisten», so Frattini. «Niemand kann so etwas behaupten, es sei denn, um zu provozieren».
Schulz' Kritik an der Regierung in Rom hatte Ministerpräsident Silvio Berlusconi dazu gebracht, dem Abgeordneten eine Filmrolle als KZ-Aufseher nahe zu legen. Im Europaparlament kam es zu einem Eklat. Attacken des inzwischen zurückgetretenen italienischen Tourismus-Staatssekretärs Stefano Stefani gegen deutsche Urlauber belasteten das Verhältnis zwischen beiden Ländern weiter. Bundeskanzler Gerhard Schröder sagte daraufhin seinen Urlaub in Italien ab.
Nach Ansicht von Frattini gibt es nun aber «nicht das geringste» Problem bei der Wiederannäherung zwischen Deutschland und Italien. Seine Beziehungen zu Außenminister Joschka Fischer seien «exzellent», betonte Frattini. Er werde den Grünen-Politiker in der nächsten Woche in Rom treffen. (nz)

