17.06.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Jessica Lynch
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die New York Times wirft der CBS vor, Jessica Lynch für ein Interview Geld geboten zu haben. Der Sender dementiert.
Der Fernsehsender «CBS» wehrt sich gegen Vorwürfe der «New York Times», der in Irak befreiten Soldatin Jessica Lynch Geld für ein Interview geboten zu haben. Es gebe keinen Zweifel an der Integrität des Senders, hieß es in einer Erklärung. «CBS ist unabhängig und zahlt nicht für Interviews», sagte CBS-Sprecher Sandy Genelius.
Vorwurf der BestechungAuslöser für die Angriffe seitens der «New York Times» war, dass der Sender verbunden mit seiner Interview-Anfrage gleichzeitig das Interesse eines zum Sender gehörigen Buchverlages und Musiksenders an der Geschichte von Jessica Lynch signalisierte. Dies käme einer Bestechung gleich, schrieb die Times.
Die Praxis der «CBS» stieß auch bei unabhängigen Medienkritikern auf Verwunderung. «Ich bezweifle zwar nicht die ehrlichen Absichten des Senders», sagte Aly Colon, ein Mitglied der Ethik-Kommission des Poynter Instituts für Medienfragen, dennoch könne man das Angebot durchaus auch so verstehen: Wenn ich das tue, dann springt vielleicht noch mehr dabei heraus. (nz)