Fotos von Arbeitslager in Nordkorea veröffentlicht
Nach Schätzungen des Augenzeugen Ahn Myong Chol werden in dem Camp 22 bei Haengjong nahe der Grenze zu China etwa 50.000 Menschen festgehalten. Die meisten seien politische Gefangene. Es handelt sich um eines der größten nordkoreanischen Zwangslager.
Die Gefangenen müssen demnach in der Landwirtschaft oder in Bergwerken arbeiten. Viele sterben an Krankheiten, Entkräftung, Unterernährung oder Folter.
Dem Magazin zufolge geraten viele Nordkoreaner in Gefangenschaft, weil sie angeblich Staatschef Kim Jong Il verunglimpft haben.
Aus diesem Grund wurde auch Ahns Vater 1994 inhaftiert. Sein Sohn flüchtete daraufhin nach China.
Der südkoreanische Geheimdienst ging 1999 davon aus, dass in zehn Lagern etwa 210.000 Menschen interniert waren. Fünf dieser Gefängnisse seien inzwischen geräumt worden, weil ihre Lage bekannt geworden sei. (nz)
