Unicef: 70.000 Kindersoldaten in Asien
30.10.2002
Herausgeber: netzeitung.de
Brutale Trainingsmethoden seien an der Tagesordnung. Das Leben der Kindersoldaten sei bestimmt von Todesangst, Folter und sexuellem Missbrauch. Sie müssten Grausamkeiten wie Mord oder Vergewaltigung begehen. Einige werden gezwungen, die Ermordung der eigenen Familie mit anzusehen.
Auch in Indonesien und auf den Philippinen werden laut einer Unicef-Studie Tausende von Kindern als Soldaten missbraucht. «Die meisten von ihnen bleiben über Jahre traumatisiert und leiden unter Alpträumen», so Bellamy. «Viele sehen keinen anderen Ausweg als den Selbstmord.»
Die Rekrutierung von Kindersoldaten verletzt internationales Recht, das das Mindestalter für Waffendienste auf 15 Jahre festsetzt. Unicef-Direktorin Bellamy forderte die Staaten auf, das Zusatzprotokoll der UN-Kinderechtskonvention zu unterschreiben. In ihm wird verboten, Kinder unter 18 Jahren als Soldaten einzusetzen. Weltweit gibt es nach Unicef-Schätzungen 300.000 Kindersoldaten. (nz)

