Hamas bekennt sich zu Tod von jüdischen Siedlern
07.03.2002
Herausgeber: netzeitung.de
US-Präsident George W. Bush schickt seinen Sondergesandten Anthony Zinni zurück in den Nahen Osten. Das teilte er am Donnerstagabend bei einer Pressekonferenz mit. Die Entscheidung sei nach Beratungen mit seinem nationalen Sicherheitsstab getroffen worden, sagte Bush. Zinni solle Anfang nächster Woche reisen.
Er werde in der Krisenregion mit beiden Konfliktparteien zusammenkommen und solle versuchen, beide Parteien zur Annahme des Plans von CIA-Chef George Tenet zu bewegen. Nach einem Ende der Gewalt könne dann der Mitchell-Plan durchgeführt werden, sagte Bush. Zuvor hatten die Amerikaner stets betont, Zinni werde erst in die Region zurückgeschickt, wenn die Gewalt abgenommen habe.
Nach Angaben der Vereinten Nationen kam auch ein Mitarbeiter der UNO ums Leben. Er sei von israelischen Schüssen getötet worden, als er bei der Evakuierung von Verletzten aus Tulkarem geholfen habe, sagte eine UN-Sprecherin in New York.
Bei Nablus wurde nach Angaben von jüdischen Siedlern am Donnerstagabend ein Israeli bei einem Schusswechsel schwer verletzt. Am späten Abend sei ein Palästinenser in eine jüdische Siedlung im Gazastreifen eingedrungen und habe das Feuer eröffnet, berichteten israelische Medien. Unklar war zunächst, ob es sich auch um mehrere Täter handeln könne und wie viele Menschen verletzt wurden.
Die israelische Armee, die bereits den ganzen Tag über Angriffe auf mehrere palästinensische Orte geflogen hatte, beschoss am Abend das Flüchtlingslager Dschabalija im Gazastreifen. Die Angriffe galten in erster Linie Gebäuden palästinensischer Sicherheitskräfte.
Die USA erklärten unterdessen, der amerikanische US-Sonderbeauftragte Anthony Zinni solle in die Region zurückkehren, sobald die Gewalt «auf ein niedrigeres Niveau gesunken sei». Dies teilte Regierungssprecher Ari Fleischer am Donnerstag in Washington mit. (nz)

