02.11.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Ukraine fürchtet um nationale Sicherheit
Aufgrund der steigenden Zahl von Infizierten sieht sich die Ex-Sowjetrepublik nicht mehr in der Lage, die Krankheit in den Griff zu bekommen. Präsident Juschtschenko schrieb deshalb an viele Staatschefs und bat um Hilfe.
In der Ukraine hat nach Medienberichten in Kiew eine Delegation der Weltgesundheitsorganisation WHO am Montag ihre Arbeit aufgenommen, um die Lage wegen der Schweinegrippe einzuschätzen und den Hilfsbedarf zu ermitteln. Die Zahl der Todesfälle wegen der Krankheit stieg auf 60, darunter mehrere Ärzte.
Landesweit waren nach Angaben des Kiewer Gesundheitsministeriums am Montag rund 191.000 Menschen infiziert, unter ihnen 83.000 Kinder. Besonders stark betroffen ist der Westen des Landes um die Region Lwiw (Lemberg). In der Nacht zum Montag landete auf dem Flughafen in Kiew eine Sondermaschine mit 16 Tonnen des Grippemittels Tamiflu an Bord.
Unterstützung mehrerer LänderDer ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko bat angesichts der schweren Schweinegrippe-Epidemie in seinem Land die internationale Gemeinschaft um Hilfe gebeten. Die Krankheit werde zu einer Bedrohung der nationalen Sicherheit, schrieb der Staatschef an die EU sowie die Regierungen benachbarter Länder.
Die ukrainische Führung dankte dem Pharmaunternehmen, dass das Medikament zu einem besonders niedrigen Preis geliefert habe. Nach Panikkäufen waren in vielen ukrainischen Apotheken weder Medikamente noch Schutzmasken zu haben. Mehrere Länder hatten der Ukraine Hilfe zugesichert. (dpa)