Zwei Bomben detonieren nahe der Grünen Zone: 

netzeitung.deVerheerender Doppelanschlag mitten in Bagdad

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Massive Zerstörung durch zwei Anschläge im Zentrum Bagdads. (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Massive Zerstörung durch zwei Anschläge im Zentrum Bagdads.
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Attentäter sprengten sich mitten im Berufsverkehr in die Luft. Ziel war das Justizministerium und der Sitz des Gouverneurs von Bagdad. Mindestens 50 Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Manche berichten von über 100 Toten.

Bei den schwersten Bombenanschlägen seit Mitte August haben zwei Selbstmordattentäter am Sonntag in Bagdad mindestens 50 Menschen mit in den Tod gerissen. Die Zahl der Verletzten wurde vom irakischen Gesundheitsminister Saleh al-Hasnawi mit 260 angegeben. Augenzeugen berichten von mindestens 67 Toten, andere sprachen von bis zu 100 Todesopfern. Der erste Attentäter brachte seine Autobombe in der Nähe des Justizministeriums zur Explosion. Der zweite Terrorist sprengte sich mit seinem Sprengstoffauto neben dem Gebäude des Provinzrates in die Luft. Die Anschläge erfolgten mitten im Berufsverkehr.


Über den Gebäuden im Zentrum Bagdads schwebten dichte schwarze Rauchwolken. Auf den Straßen lagen nach Berichten von Augenzeugen zahlreiche Leichen. Auch in ausgeglühten Autos, die von der Wucht der Detonation erfasst worden waren, lagen verbrannte Leichen. Gebäudefassaden waren schwer beschädigt. Beide Gebäude liegen in einem Bezirk, wo es etliche Regierungs- und Verwaltungsgebäude gibt.
Streit mit Syrien erstickt Sicherheits-Diskussion
Bei den letzten schweren Anschlägen im Irak wurden am 19. August mehr als 70 Menschen getötet, als vor dem Außen-, Finanz- und Gesundheitsministerium mehrere Bomben detonierten. Mehr als 500 Menschen wurden verletzt.

Eine Diskussion darüber, ob die Sicherheitsmaßnahmen möglicherweise unzureichend waren, erstickte die Regierung, indem sie einen Streit mit Syrien vom Zaun brach. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den Nachbarländern wurden mehr oder weniger eingefroren, nachdem der Irak der syrischen Regierung vorgeworfen hatte, sie beherberge die Drahtzieher der Anschläge. Die US-Truppen hatten ihre Stützpunkte in den irakischen Städten im Sommer geräumt. (AP/dpa/nz)