Tote und Verletzte bei Anschlag in Afghanistan: 

netzeitung.deExplosion vor indischer Botschaft in Kabul

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Der Anschlagsort in Kabul: Die indische Botschaft war schon einmal Ziel von Terroristen. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der Anschlagsort in Kabul: Die indische Botschaft war schon einmal Ziel von Terroristen.
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Im Zentrum der afghanischen Hauptstadt hat sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und zahlreiche Menschen mit in den Tod gerissen. Das indische Außenministerium geht davon aus, dass der Anschlag der Botschaft galt.

Bei einem Selbstmordanschlag im Zentrum der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Donnerstagmorgen mehrere Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Innenministeriums starben mindestens zwölf Menschen, elf Zivilisten und ein Polizist. Mindestens 80 Menschen, darunter afghanische Sicherheitskräfte, wurden verletzt. Der Anschlag ereignete sich auf einer Geschäftsstraße zwischen der indischen Botschaft und dem Innenministerium in Kabul.

Die indische Außenministerin Nirupama Rao sagte in Neu-Delhi, Ziel des Anschlags sei die Botschaft ihres Landes gewesen. Der Attentäter sei in seinem mit Sprengstoff beladenen Auto an die Botschaftsmauer herangefahren. Drei indische Soldaten, die die diplomatische Vertretung bewachten, seien von Splittern verletzt worden.
Abscheuliche Tat
Der afghanische Staatschef Hamid Karsai verurteilte den Anschlag als «abscheulichen Terrorakt», der offensichtlich gegen Zivilisten gerichtet gewesen sei. Bei der Detonation sei es auch zu schweren Schäden auf einem nahe gelegener Markt gekommen, mehrere Autos seien zerstört worden.

Die Detonation gegen 08.30 Uhr Ortszeit erschütterte Gebäude im weiten Umkreis, zahlreiche Fensterscheiben gingen zu Bruch, die Mauern von Geschäften stürzten ein. Viele Krankenwagen waren im Einsatz. Eine riesige dunkle Rauchwolke war am Himmel zu sehen. Zwei Geländewagen in der Nähe der Botschaft wurden schwer beschädigt, einer von ihnen war als UN-Fahrzeug gekennzeichnet.

Im Juli vergangenen Jahres waren bei einem Selbstmordanschlag auf die indische Botschaft mehr als 40 Menschen getötet worden, darunter zwei indische Diplomaten. Indien hat keine Truppen in Afghanistan, engagiert sich aber massiv beim zivilen Wiederaufbau. Das Engagement sorgt beim indischen Erzrivalen Pakistan für Unmut. (AP/dpa)