Mindestens zehn Explosionen: 

netzeitung.deVerheerende Anschlagsserie erschüttert Bagdad

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Die folgenschwerste Detonation erfolgte vor dem Außenministerium. Dort starben Dutzende Menschen. (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die folgenschwerste Detonation erfolgte vor dem Außenministerium. Dort starben Dutzende Menschen.
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Attentäter nahmen vor allem das Regierungsviertel in der Grünen Zone in der irakischen Hauptstadt ins Visier. Aber auch in anderen Stadtteilen detonierten Autobomben und Mörsergranaten. Mindestens 95 Menschen starben.

Bei einer massiven Serie von Anschlägen auf Regierungsgebäude und Wohnviertel sind am Mittwoch in Bagdad mindestens 86 Menschen getötet worden. Mehr als 400 Menschen wurden verletzt, als innerhalb einer kurzen Zeitspanne in unterschiedlichen Stadtteilen Autobomben, Sprengsätze und Mörsergranaten explodierten, berichteten Augenzeugen und Sicherheitskreise.

Die erste Explosion ereignete sich in der Nähe des Finanzministeriums im Norden der irakischen Hauptstadt, wenige Minuten später wurde nahe des Parlaments in der stark gesicherten Grünen Zone eine Autobombe gezündet. Spektakulärstes Ziel war das Außenministerium, vor dem ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug detonierte. Dies war wohl die folgenschwerste Explosion: Dutzende Menschen starben hier. Das zehnstöckige Gebäude wurde schwer beschädigt. Andere Sprengladungen und Mörsergeschosse explodierten beim Handel- und Gesundheitsministerium sowie im Stadtteil Karrade.
Mindestens zehn Detonationen
Insgesamt wurden rund zehn Explosionen gezählt. Augenzeugen sahen schwarze Rauchwolken hochsteigen. Ambulanzen eilten zu den Anschlagsorten. Die Grüne Zone am Westufer des Tigris ist das Regierungsviertel der irakischen Hauptstadt, das außerdem die US- Botschaft beherbergt. Sie wird von irakischen Sicherheitskräften bewacht, seitdem sich das US-Militär Ende Juni aus den Städten und Wohngebieten des Landes zurückgezogen hat.

Der Anschlagsserie vom Mittwoch war schon eine Reihe von Angriffen in den vergangenen Tagen vorausgegangen. Dabei wurden mehr als 200 Menschen getötet und hunderte verletzt. Im Irak stellt sich damit immer mehr die Frage, ob die einheimischen Sicherheitskräfte allein die Lage in den Griff bekommen können, nachdem sich die US-Truppen aus den großen Städten zurückgezogen haben. (dpa/AP/nz)