31.07.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Polizisten der Guardia Civil auf dem Flughafen von Palma de Mallorca
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Ermittler vermuten, dass sich die Attentäter noch auf der spanischen Urlauberinsel befinden. Eine heiße Spur sind zwei Baskisch sprechende Menschen, die sich verdächtig verhalten hätten. Nach ihnen wird nun gefahndet.
Nach dem Terroranschlag auf der spanischen Ferieninsel Mallorca haben die Ermittler nach Medienberichten zwei Verdächtige identifiziert. Wie die Zeitungen «El País» und «El Mundo» am Freitag in ihren Internetausgaben berichteten, wollten die Sicherheitskräfte Fahndungsfotos der Verdächtigen veröffentlichen.
Die Namen wurden zunächst nicht genannt. Bei den Verdächtigen könnte es sich möglicherweise um ein Paar handeln, das sich vor mehreren Tagen in der Inselhauptstadt Palma in einer Ferienwohnung eingemietet hatte, berichtete der staatliche Rundfunk RNE. Die jungen Leute hätten Baskisch gesprochen und seien seit dem Attentat spurlos verschwunden.
Sechs Fahndungsfotos veröffentlichtZudem veröffentlichten die Ermittler Fahndungsfotos von sechs mutmaßlichen Mitgliedern der baskischen Untergrundorganisation Eta. Das Innenministerium teilte allerdings nicht mit, ob sie verdächtigt werden, an dem tödlichen Sprengstoffanschlag auf zwei Beamte der Guardia Civil am Donnerstag beteiligt gewesen zu sein.
Der Vertreter des Ministeriums auf der Balearen-Insel, Ramon Socias, sagte, die Ermittler gingen weiter von der Vermutung aus, dass die Terroristen die Insel noch nicht verlassen hätten, sondern sich in einer Wohnung verkrochen hätten, um zu warten, bis sich die Situation beruhigt habe.
Am Donnerstag hatten mutmaßliche Eta-Terroristen auf Mallorca zwei Polizeibeamte bei einem Bombenanschlag in der Urlauberhochburg Palmanova getötet. Die Ermittler gingen davon aus, dass die Attentäter sich am Freitag noch auf der Insel versteckt hielten. Die Polizei errichtete Kontrollen auf dem Flughafen von Mallorca und in den Seehäfen der Insel. «Wir wollen den Attentätern das Entkommen so schwer wie möglich machen», sagte der Präfekt der Balearen, Ramón Socías.
In der Kathedrale von Palma de Mallorca fand am Freitag eine Trauerfeier für die getöteten Polizeibeamten statt. An dem Gottesdienst nahmen der spanische Kronprinz Felipe, Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero und Oppositionsführer Mariano Rajoy teil. (dpa/AP/nz)