03.07.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Beiden traf irakische Politiker und diesen US-General
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Joe Biden tourt nun schon den zweiten Tag durch den Irak und versucht, führende Politiker dazu zu bringen, sich zu einigen. So wollen die USA die Gewalt in dem Land zurückdrängen.
US-Vizepräsident Joe Biden hat am Freitag seine zweitägige «Versöhnungsreise» in den Irak fortgesetzt. Nach Angaben des Weißen Hauses wollte er nach einem Gespräch mit US-Kommandeur Ray Odierno und dem amerikanischen Botschafter Christopher Hill unter anderem Angehörige von Nichtregierungsorganisationen, die beiden Vizepräsidenten des Iraks und Ministerpräsident Nuri al-Maliki treffen.
Am Vorabend hatte Biden bereits mit Außenminister Hoschiar Sebari gesprochen. Der US-Vize hat von Präsident Barack Obama den Auftrag erhalten, die irakischen Politiker zu einer echten Versöhnung zu bewegen. Die politische Einigung soll nach den Vorstellungen der Amerikaner zu einem Rückgang der Gewalt vor dem Abzug der letzten US-Kampftruppen Ende 2011 führen.
Die US-Armee, die derzeit noch rund 134.000 Soldaten im Irak stationiert hat, hatte sich am vergangenen Dienstag aus den Städten und Dörfern zurückgezogen. Die Soldaten haben nach irakischen Angaben insgesamt 168 Positionen geräumt und halten sich jetzt in Militärstützpunkten außerhalb der Ortschaften auf.
Eine Gruppe von Aufständischen hatte den irakischen Sicherheitskräften am Donnerstag eine halbe Tonne Sprengstoff übergeben und erklärt, sie wolle den bewaffneten Kampf jetzt nach dem Rückzug der Amerikaner einstellen. Das verlautete aus irakischen Sicherheitskreisen. Die Gruppe, die sich Ansar al-Mudschahedin nannte, war in den vergangenen Jahren in der Ortschaft Al-Duluija, 80 Kilometer nördlich von Bagdad, aktiv gewesen. (dpa)