EU zieht alle Botschafter ab:
Honduras warnt Argentiniens Präsidentin
02.07.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Der Putsch wurde weltweit verurteilt, die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hatte der neuen Regierung unter Interimspräsident Roberto Micheletti ein Ultimatum zur Wiedereinsetzung des gestürzten linksgerichteten Präsidenten Manuel Zelaya gesetzt. Micheletti lässt sich davon nicht beeindrucken. Stattdessen machte er Venezuela für die Krise in seinem Land verantwortlich. Der Sturz Zelayas sei notwendig geworden, weil dieser ganz unter dem Einfluss des venezolanischen Staatschefs Hugo Chávez gestanden habe, sagte Micheletti am Mittwochabend vor seinen Anhängern in Tegucigalpa.
Zugleich verschärfte das Parlament das Ausgehverbot, dass seit dem Putsch vom vergangenen Sonntag in Kraft ist. Außerdem warnte die neue Regierung die Staatschefs von Argentinien und Ecuador, Cristina Kirchner und Rafael Correa, davor gewarnt, den gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya bei dessen Rückkehr nach Honduras zu begleiten. «Ich mache Christina Kirchner und Correa für das verantwortlich, was dann im Lande geschehen könnte», sagte der honduranische Interims-Präsident Roberto Micheletti der argentinischen Zeitung «La Nación».
Zelaya hatte zuvor angekündigt, an diesem Donnerstag in seine Land zurückzukehren. Micheletti bekräftigte in dem Interview erneut, Zelaya bei dessen Rückkehr festnehmen zu lassen. Ihm werden Verfassungs- und Gesetzesverstöße vorgeworfen. Kirchner und Correa wollen den am vergangenen Sonntag gestürzten Zelaya an diesem Wochenende bei dessen Rückkehr nach Tegucigalpa begleiten.

